Neubeurer Gebirgsschützen stellen Ehrenkompanie beim Patronatstag

von Redaktion

Jahresversammlung der Kompanie – Hauptmann Sepp Stadler betont enge Verbundenheit zur Gemeinde – Termine vorgestellt

Neubeuern – Mit einem deutlichen Bekenntnis zu Tradition, Kameradschaft und Erneuerung hat die Gebirgsschützenkompanie Neubeuern ihre 55. Jahresversammlung im Gasthaus Ellmaier abgehalten. 42 Schützenkameraden von insgesamt 145 Mitgliedern waren gekommen.

Hauptmann Sepp Stadler würdigte die breite Mitarbeit im vergangenen Schützenjahr und bezog dabei ausdrücklich langjährige Vertraute wie Ehrenhauptmann Günther Hochhäuser, Ehrenoffizier Max Tiefenmooser, den langjährigen Begleiter Altbürgermeister Hans-Jürgen Tremmel sowie das aktive Mitglied und früheren Bürgermeister Hans Nowak ein. Deren Engagement, etwa bei der Verteilung der Schützenzeitung, werde in der Kompanie weiterhin als Vorbild wahrgenommen und spiegele die enge Verbundenheit zur Kommune wider, wie Stadler betonte.

In seinem Bericht hielt Stadler fest, die Kompanie habe einen festen Mitgliederstand, auch wenn im zurückliegenden Jahr sechs Kameraden die letzte Ehre erwiesen werden musste. Zugleich müsse weiter um eine Verjüngung der Kompanie geworben werden.

Die Ausrücktermine seien Botschaften aus der Heimat, bei denen die Kompanie unter anderem beim Patronatstag in Benediktbeuern und beim Bataillonsfest in Bad Aibling überzeugt habe. Erfolge bei Schießwettkämpfen mit befreundeten Kompanien belegten nach seinen Angaben die Qualität der Ausbildung. Beim jährlichen Bundesschießen trat die Kompanie mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung an und konnte die größte Kompaniestärke vorweisen.

Kompanieschreiber Leutnant Rainer Tremmel legte umfangreiche Aufzeichnungen über Nikolausdienst, Weinfest, Neujahrsempfang beim Ministerpräsidenten, Empfang mit Bundeskanzler Merz, zahlreiche kleinere Ausrücktermine, Vorstandssitzungen, die Teilnahme am Christkindlmarkt sowie die regelmäßigen Schießabende vor. Ihm sowie Kassenverwalter Erwin Schön galt der besondere Applaus der Anwesenden für die geleistete Arbeit.

Schön stellte die vielschichtigen Ausgaben der Kompanie, des Spielmannszuges und der Schützenkassen dar und meldete eine gesicherte Kassenlage. In den Einnahmen spiegelten sich unter anderem die Erlöse aus Christkindlmarkt und Weinfest wider. Die Kassenprüfer Hermann Anzenberger und Georg Wachinger bestätigten eine geordnete Kassenführung, die Versammlung erteilte einstimmig Entlastung.

Der saubere Auftritt der Kompanie solle das Spiegelbild nach außen sein, stellte Stadler heraus. Deshalb seien Mittel in Röcke für die Damen, Gurte und Instrumente für den Spielmannszug investiert worden. Sicherheit sei der Kompanie wichtig, weshalb, wenn möglich, Busse zu den Ausrückterminen eingesetzt würden, was sich ebenfalls im Kassenbericht niederschlage. Am Ort verstehe sich die Kompanie als verlässlicher Partner, was sie heuer auch als Helfer bei der 155-Jahr-Feier der Feuerwehr unter Beweis stellen wolle. Zudem werde sie alle kirchlichen Festtage in der Gemeinde begleiten und bei den Schützenwallfahrten in Raubling und Aising unterstützen. Die Freundschaft zu den Südtiroler Schützenkameraden in Burgstall und Montan solle weiter gefestigt werden.

Für die kommenden Monate nannte Stadler mehrere Schwerpunkte. So informierte der Hauptmann über die Nichtteilnahme am Alpenregionsfest in Innsbruck. Organisatorische Vorgaben der Ausrichter machten es der Neubeurer Kompanie und nach seinen Worten auch vielen anderen Kompanien unmöglich, dort anzutreten; ob sich daran noch etwas ändere, sei aus seiner Sicht derzeit ungewiss.

Höhepunkt im Jahreslauf werde das Mitwirken als Ehrenkompanie beim Patronatstag in Traunstein am Sonntag, 3. Mai, sein. Zu diesem Hochfest der bayerischen Gebirgsschützen stellt die Neubeurer Kompanie auch den Salutzug, für den 20 Kameraden gemeldet sind.

In Vorbereitung ist nach Angaben Stadlers die Anschaffung einer neuen Fahne. Die bisherige Fahne habe mehr als 50 Jahre ihren Dienst getan und sei bereits zweimal renoviert worden, eine weitere Instandsetzung komme nun nicht mehr in Frage. Der Kassenstand lasse eine Neuanschaffung zu, über Ausführung und Zeitpunkt werde derzeit beraten.

Im Rahmen der Jahresversammlung nahm die Hauptmannschaft die Auszeichnungen mit der Bundesmedaille am weiß-blauen Band vor: In Bronze wurde Peter Schneebichler geehrt, in Silber Sepp Amtsbichler, Horst Arimond, Sepp Purainer und Martin Perret. Für 50-jährige Verbundenheit erhielten Hans Astner und Hans Heinrich die Bundesmedaille in Gold. Abschließend wies Stadler auf die Maiandacht am Freitag, 1. Mai, hin, mit der die Kompanie um ein gutes Vereinsjahr bitten wolle.swt

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