Seltener Bombenfund und neues Einsatzgewand im Jubiläumsjahr

von Redaktion

Feuerwehr Roßholzen blickt zufrieden auf 150-jähriges Bestehen zurück – Gefeiert mit den Kollegen aus Steinkirchen

Samerberg – Es war die erste Versammlung nach dem Jubiläumsjahr, zu der sich Mitglieder und Aktive der Feuerwehr Roßholzen kürzlich trafen. Die Feuerwehren Roßholzen und Steinkirchen bilden bekanntlich eine gemeinsame aktive Wehr, deswegen wurde das 150. Jubiläum 2025 auch gemeinsam gefeiert.

Kommandant Andreas Huber berichtete über das aktive Jahr der Feuerwehr. Diese umfasst aktuell drei Frauen und 44 Männer, darunter acht Gruppenführer und einen Zugführer. Auch dürfen die Floriansjünger stolz auf ihre 16 Mitglieder bei der Jugendfeuerwehr blicken.

Neben den 28 regulären Übungen absolvierte die Feuerwehr in Roßholzen noch zusätzlich zwölf Sonderübungen wie beispielsweise in der Kriechstrecke, einen Motorsägenkurs, Winch-Übungen mit dem Helikopter in Bad Tölz und vieles mehr. Von April 2025 bis März 2026 rückte die Feuerwehr Roßholzen-Steinkirchen zu insgesamt 23 Einsätzen aus. Darunter 13 technische Hilfeleistungen, sechs Brandeinsätze und vier sonstige Einsätze.

Zu den wohl spektakulärsten und auch seltensten Einsätzen zählte der Fund und die kontrollierte Sprengung einer Panzerfaustgranate in der Samerberger Filze. Ein Fußgänger hatte sie dort entdeckt. So etwas bekommt man selbst als Rettungskraft natürlich nicht alle Tage geboten.

Besonders erfreulich für die Floriansjünger im letzten Jahr war die Einkleidung mit dem neuen Einsatzgewand durch die Gemeinde Samerberg und die Übernahme eines Notstromgenerators vom Landkreis Rosenheim, welcher beim Jubiläum im vergangenen Jahr schon seinen ersten Einsatz fand.

Auch Kreisbrandinspektor Martin Gruber war zu Gast bei der Versammlung. In seinem Grußwort berichtete er stolz von insgesamt 4.700 Teilnehmern, die sich im letzten Jahr in rund 300 Lehrgängen auf Landkreisebene für ihr Amt starkmachten und bedankte sich auf diesem Weg bei den Ausbildern, die dies erst möglich machen.

Eine mobile Atemschutzübungsanlage wurde in Wasserburg stationiert. Vom 15. April bis zum 6. Mai ist bei der Feuerwehr in Kolbermoor ein elektrischer Fahrsimulator aufgebaut. Gruber appellierte gerade an die Maschinisten, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen. Es sei eine einmalige Gelegenheit zum Üben von Stresssituationen.

Im Bericht des Ersten Vorsitzenden Martin Deindl ließen die Floriansjünger ihr Jubiläumsjahr noch einmal Revue passieren und erinnerten sich an ihr großartiges Fest. Es sei ein schönes, aber auch intensives Jahr gewesen. Deindl bedankte sich noch einmal bei allen, die dazu beigetragen haben, das Jubiläumsfest auf die Beine zu stellen.

Auch Bürgermeister Georg Huber wurde um ein Grußwort gebeten. Er blickte dabei ebenfalls auf das Jubiläumsfest der Feuerwehr Roßholzen-Steinkirchen zurück. Bei einer Jahresversammlung bekäme man in kurzer Zeit serviert, was ein solcher Verein eigentlich über das ganze Jahr leistet. Bürgermeister Huber gratulierte Johannes Huber, dem gewählten Kommandanten, und bat die Versammlung, ihn und auch seine Nachfolgerin im Bürgermeisteramt, Susanne Kunz, in ihren Ämtern und Aufgaben so zu unterstützen, wie er es auch erfahren habe.

Abschließend wurden Georg Huber für 24 Jahre im Amt des Ersten Bürgermeisters und Andreas Huber für zwölf Jahre im Amt des Ersten Kommandanten mit einem Präsent gewürdigt. dei

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