Obing-Pittenhart-Kienberg – Seit einigen Jahren heißt es im Frühjahr immer wieder „Zamramadama“. Heuer waren in den einzelnen Gemeinden viele engagierte Bürger, groß und klein, eifrig unterwegs, um Müll zu sammeln. Am Samstag waren zusätzlich 58 Leute vom Fischereiverein und acht von der Wasserwacht unterwegs, um rund um den Obinger See bzw. im Obinger See sauber zu machen. Bei der Aufräumaktion im Gemeindebereich beteiligte sich auch der Obinger Kindergarten, und unterstützt wurde die Aktion von dem Jugendzentrum Obing. In Pittenhart hat sich sehr engagiert eine Grundschulklasse am „Zam- rama“ beteiligt. Im Rahmen des Lehrplanes statteten sie auch dem Wertstoffhof einen Besuch ab und sind jetzt wahre „Müll-Vermeidungs-Experten“. Statt des Trainings gingen die Kienberger Sportgruppen auf Müllsammel-Tour durch die Gemeinde. Gefunden wurde so einiges, von vielen Autoreifen, einem Traktorreifen, bis hin zu unzähligen Kaffeebechern und Bierflaschen, Folien- und Styroporteilen bis zu ganz vielen Zigarettenkippen. Vor allem die stark befahrenen Straßen und die Bachläufe zeigten sich als wahre Vorzugsgebiete, wo sich die Leute ihrer ausgedienten Dinge entledigten. Genauso wie die Wälder – hier sind eingewachsene, längst vergessene Silofolien eingesammelt worden. Wenn auch die „Zamramadama“-Aktion für die fleißigen Helfer einen gewissen Spaß mit sich bringt, wäre es doch den Organisatoren der drei Gemeinden ein großes Anliegen, mehr Umweltbewusstsein bei jedem Bürger zu wecken. Positiv wird gesehen, dass die wilden Müllablagestellen weniger werden, aber sich in all den Jahren ändert sich leider nichts, was die Entledigung der Zigarettenkippen oder die schnelle Müllentsorgung aus dem Autofenster betrifft. emk