Geriatrie, Psychosomatik, ambulante Angebote

von Redaktion

Gesundheitswelt Chiemgau baut Zukunftsfelder aus und stellt Weichen für nachhaltiges Wachstum

Bad Endorf – Die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen sind schwierig. Trotzdem ist es den drei Fachkliniken für Akutmedizin und Rehabilitation der Gesundheitswelt Chiemgau AG bisher gelungen, positive Jahresergebnisse zu erzielen. „Einen maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Arbeit unserer Kliniken und ihrer hohen Reputation haben unsere Mitarbeiter“, betont der Vorsitzende Dietolf Hämel.

Zur Gesundheitswelt Chiemgau gehören 1.320 Beschäftigte, davon etwa 1.050 im medizinischen Bereich. „Sie sind unser Erfolgsfaktor Nummer eins.“ Deshalb seien wertschätzendes Miteinander und eine harmonische Arbeitsatmosphäre in der GWC besonders wichtig.

Dynamik des
Gesundheitsmarktes

„Der Gesundheitsmarkt unterliegt einem dynamischen Wandel“, betont Hämel. Für die unternehmerische Resilienz der GWC sei es daher entscheidend, gesundheitspolitische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, um mögliche Risiken für die Kliniken rechtzeitig abzuwenden und zugleich neue Wachstumspotenziale zu erschließen.

Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat der Gesundheitswelt Chiemgau AG die Unternehmensführung strategisch gestärkt: Der Vertrag des Vorsitzenden Dietolf Hämel wurde um weitere fünf Jahre bis 2031 verlängert.

Zudem wurde Stefan Düvelmeyer in den Vorstand berufen. Er ist seit sechs Jahren Geschäftsführer der Klinik St. Irmingard sowie der Klinik Chiemseewinkel Seebruck und verantwortet seit dem 1. April als Chief Operating Officer (COO) das operative Geschäft des Geschäftsbereichs Medizin.

Mit diesen Maßnahmen soll die Grundlage für eine weitere erfolgreiche Entwicklung der Gesundheitswelt Chiemgau AG geschaffen werden. „Wachstumspotenziale sehen wir aktuell insbesondere in den Bereichen Geriatrie und Psychosomatik. Dort wollen wir unser Leistungsportfolio gezielt weiterentwickeln und zugleich das ambulante Therapieangebot ausbauen“, erläutert Hämel. An einem entsprechenden Projekt, das unter anderem die Einrichtung einer Tagesklinik umfasst, wird derzeit intensiv gearbeitet.

Bis Jahresende Hotel,
dann Umbau zu Klinik

Die stationäre geriatrische Rehabilitation an der Simssee-Klinik in Bad Endorf mit derzeit 72 Plätzen soll gestärkt werden. Außerdem ist eine Erweiterung der Klinik St. Irmingard in Prien geplant. Zu diesem Zweck hat die GWC das Hotel „Luitpold 2“ erworben. Bis Ende des Jahres wird der Hotelbetrieb noch fortgeführt, dann wird umgebaut.

Auch im Ausbau des privaten Reha-Sektors sieht die GWC weiteres Potenzial. Für die Privatklinik ChiemseeWinkel in Seebruck wurde eine benachbarte Immobilie erworben, um die Zahl der Behandlungsplätze zu erhöhen. So soll die psychosomatische Behandlung von jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 28 Jahren weiter ausgebaut werden. „Zahlreiche Studien zeigen, dass psychosomatische Erkrankungen in Deutschland weiter zunehmen – seit der Corona-Pandemie insbesondere auch bei jungen Erwachsenen“, erklärt Düvelmeyer.

Kliniken sind ein Gewinn
für die Gemeinden

Die GWC ist fest in der Region verankert. „Wir sind stolz auf unsere Gesundheitswelt“, betont Alois Loferer, Bürgermeister der Marktgemeinde Bad Endorf und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der GWC. Der Konzern sei in Bad Endorf gewachsen und heute der mit Abstand größte Arbeitgeber der Marktgemeinde. „Ihm verdanken wir auch unsere Bedeutung als Gesundheits- und Tourismusstandort.“ Darüber hinaus, so Loferer, genießen die Kliniken ein ausgezeichnetes Renommee – weit über die Region hinaus.

Martin Bartlweber, Bürgermeister der Gemeinde Seeon-Seebruck, sieht es genauso: „Es ist ein großer Gewinn für unseren Ort, dass wir die Klinik haben – sowohl als Arbeitgeber als auch für die Außenwirkung Seebrucks als Gesundheitsstandort. Mit der Erweiterung setzt die Klinik einen weiteren Meilenstein in ihrer Entwicklung und stärkt die psychosomatische Versorgung in der Region.“

Gewinne kommen
der Gemeinschaft zugute

Die Gesundheitswelt Chiemgau AG ist als mittelständischer Mischkonzern in den Branchen Gesundheit und Touristik tätig. Sie betreibt als privater Krankenhausträger drei Kliniken und zwei ambulante Rehazentren sowie die Chiemgau Thermen und das 4-Sterne-Superior Hotel „Ströbinger Hof“.

Anfang Mai eines jeden Jahres veröffentlicht die GWC AG den Geschäftsbericht für das jeweils vorangegangene Geschäftsjahr. Für 2024 weist die Gesundheitswelt im medizinischen Bereich einen Umsatz von 68,6 Millionen Euro aus. Der Gesamtkonzern erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 78,2 Millionen Euro, das Konzernjahresergebnis lag bei zwei Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde zudem eine Dividende von 0,32 Euro je Aktie ausgeschüttet. Das Unternehmen verfügt über insgesamt 1,9 Millionen Aktien. Mit einem Anteil von 76 Prozent ist die Marktgemeinde Bad Endorf Hauptaktionär der GWC. „Etwa 50 Prozent der Dividende fließen in die Stiftung Markt Bad Endorf GmbH und damit in gemeinnützige Zwecke“, erklärt Bürgermeister Loferer. Aus diesen Mitteln wurde in den vergangenen Jahren unter anderem der Neubau des kommunalen Kindergartens am Katharinenheim mitfinanziert. Möglicherweise kann auch die Sanierung des Hauses des Gastes durch Stiftungsgelder unterstützt werden.

Zahlreiche Bad Endorfer
unter den Aktionären

Etwa ein Viertel des Aktienkapitals fließt direkt in den Gemeindehaushalt. Die übrigen 25 Prozent der GWC-Aktien befinden sich im Streubesitz. Zu den Aktionären zählen zahlreiche Bad Endorfer Bürger. „Und genau darin liegt das Erfolgsgeheimnis der Gesundheitswelt Chiemgau“, betont Alois Loferer. „Sie ist in Bad Endorf gewachsen, agiert marktorientiert und bleibt zugleich bürgernah – immer mit dem Blick auf die Belange der Region.“

Mitarbeiter aus 51 Nationen

Artikel 1 von 11