Fischotter, Kormoran und Gänsesäger stürzen sich auf Forellen und Saiblinge

von Redaktion

Sportfischereiverein E.W.Sachs Kiefersfelden wählt Vorstand neu: „Kopftausch“ von Chef und Vize

Kiefersfelden – Mit einem neuen Vorstand geht der Sportfischereiverein E. W. Sachs in das neue Vereinsjahr. Bei der bestens besuchten Mitgliederversammlung im Gasthof „Bergwirt“ wurde der bisherige stellvertretende Vorsitzende Andreas Kotte einstimmig zum Nachfolger von Vorsitzendem Stefan Sporer gewählt, der auf eigenen Wunsch ins zweite Glied zurücktrat und ebenfalls einstimmig zum Vize ernannt wurde.

Zuvor noch hatte Stefan Sporer das abgelaufene und ereignisreiche Jahr in Wort und Bild Revue passieren lassen. Erster Höhepunkt war das gut besuchte Königsfischen, das schon traditionell an Christi Himmelfahrt stattfand. Weitere Feste und Vereinsaktivitäten, wie Gedächtnisfischen, Dorfkönigsschießen oder Fischer-Jägerschießen, standen auf der To-Do-Liste, alle mit guter und erfolgreicher Beteiligung der Sportfischer.

Ein besonderes Augenmerk warf der Noch-Vorsitzende auf die vereinseigene Fischzucht, die bestens in den Händen von Udo Herbig und Gerhard Guhl liegt. Außerordentliche Kosten entstanden durch die ungewohnt tiefen Temperaturen im vergangenen Januar, denn an der vereinseigenen Fischerhütte gefror das Wasser. Die notwendige Isolierung mit Kälteschutz teilten sich Verein und Hüttenkasse.

Am Hufeisensee wurde am Westufer ein neuer Steg vom ehemaligen Jungfischer Moritz Köntop errichtet. Das dazu verwendete Akazienholz stellte Sägemeister Josef Erhard aus Erl kostenlos zur Verfügung.

Erfreuliches gab es zu den Fischereigewässern, die der Verein befischen darf; denn mehr oder weniger für alle Seen und Flüsse wurden die Pachtverträge verlängert, beziehungsweise laufen weitere Jahre. Am Ende seiner Ausführungen bedankte sich der scheidende Vorsitzende bei „den Freunden von der Fischereiaufsicht“ sowie allen Helfern für diverse Arbeitseinsätze und Besatzmaßnahmen und bei der Gemeinde für deren Unterstützung.

Nicht ganz so rosig ist nach Gewässerwart Matthias Friedrich die Situation in den vereinseigenen oder gepachteten Gewässern. Es gibt massive Fraß-Schäden durch den Fischotter, besonders in Fließgewässern wie dem Inn und in den Zuchtgewässern. Besorgniserregend ist auch der „Fraß-Druck“ durch Kormoran und den geschützten Gänsesäger im Kieferer- und Ausee. Bach- und Regenbogenforelle, Äsche und der Saiblings-Besatz sind teilweise um mehr als die Hälfte zurückgegangen durch eben diese unersättlichen Fischjäger.

Eine positive Bilanz zeigte sich bei den Mitgliedszahlen und dem Kassenbericht, den vertretungsweise Andreas Kotte verlas. 200 aktive Fischer, 68 passive Mitglieder und 15 Jungfischer gehören dem Verein an. Der im vergangenen Jahr erwirtschaftete Gewinn „ist schon wieder verplant“, wie der kundige Vertreter mitteilte, „für Gewässerpachten, Fischzucht und Fischbesatz“.

Bei den per Akklamation von Ehrenmitglied Hans Hanusch durchgeführten Neuwahlen ergab sich nur der Ämtertausch von Vorsitzendem Stefan Sporer und seinem Vertreter Andreas Kotte, der jetzt im Verein das Sagen hat. Schriftführer bleibt Markus Widauer und Rechnerin Petra Wimmer. Gewässerwarte sind weiterhin Mathias Friedrich und Sepp Enzinger. Die Fischzucht leitet Udo Herbig und um die Jugend kümmert sich Michael Genz.

Die Ehrungen

Nach seiner Wahl zum Vorsitzenden übernahm Andreas Kotte die Vereinsauszeichnungen. Eine besondere Ehrung erfuhr dabei Udo Weidekamm, ein Gründungsmitglied des vor 64 Jahren gegründeten Vereins. Auf nicht viel weniger Vereinsjahre blicken Erich Huber (61) und Peter Zimmer (60) zurück. Für die 50-jährige Vereinszugehörigkeit bedankte sich der Vorsitzende bei Karl Moser und für 25 Jahre Fischereiverein bei Marko Polster, Leonhard Götz, Danilo Maturi, Armin Tiefentaler, Leonhard Wallner und Otmar von Stackelberg, jeweils mit Urkunde, Ehrennadel und einem kleinen Präsent. hko

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