Polizei entdeckt am „Car-Freitag“ einige „faule Eier“

von Redaktion

Technische Manipulationen, illegale Umbauten und Tempoverstöße

Rosenheim – Aufheulende Motoren, quietschende Reifen und röhrende Auspuffe: Autoposer nerven schon seit Jahren. Deshalb kontrollieren Rosenheimer Polizei und Verkehrspolizei zum Saisonstart der Autoposer – dem sogenannten Car-Freitag – Fahrzeuge auf illegale Umbauten. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag entdeckten sie in einer fünfstündigen Verkehrskontrolle im Rosenheimer Stadtgebiet einige „faule Eier“.

Bei einem 23-jährigen Autofahrer aus Rosenheim war die Auspuffanlage technisch verändert. Die Anlage wurde geöffnet und die Dämmung ausgebaut. Eine Lautstärkenmessung ergab eine deutliche Überschreitung des zulässigen dB-Wertes. Ein 22-jähriger Autofahrer aus Prien fiel auf, da er mit aufheulendem Motor herumfuhr. Es konnte eine versteckt verbaute Funktion festgestellt werden, welche die Motoreinstellung leistungssteigernd verändert, steuerbar über eine Handy-App. Auch einen aktiven Radarwarner konnten die Beamten im Fahrzeug des 22-Jährigen feststellen. Am Fahrzeug eines 19-jährigen Rosenheimers wurde festgestellt, dass der Endtopf an der Auspuffanlage durch ein Stahlrohr ersetzt wurde. Dadurch entstand ein deutlich lauteres Abgasgeräusch. Seine lichttechnischen Einrichtungen wurden durch den 19-Jährigen ebenfalls verändert. Die serienmäßigen Leuchten ersetzte er durch nicht für diesen Fahrzeugtyp zulässige LED-Lampen, die eine markant hellere Leistung erzielen. Bei einem 21-jährigen Pkw-Fahrer aus Rohrdorf wurde festgestellt, dass er für sein Fahrzeug nur ein Kurzzeitkennzeichen hatte, das ihm lediglich die Fahrt zur Hauptuntersuchung erlaubt hätte. Auch technische Veränderungen wurden festgestellt: Die Heck- und Seitenscheiben waren mit nicht zugelassenen schwarzen, blickdichten Folien verklebt. Auch die Auspuffanlage sowie Katalysatoren wurden verändert. Verbaut war auch ein sogenanntes Klappensteuerungsmodul für den Endschalldämpfer.

Gegen die Fahrer wurden Bußgeldverfahren mit Punkten in Flensburg eingeleitet. Die Fahrt war für sie noch vor Ort beendet, teilweise erfolgte auch die Sicherstellung der Fahrzeuge.

Mehrere Verkehrsteilnehmer waren mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Tagesschnellster war ein Rosenheimer mit mehr als 75 km/h innerhalb der Ortschaft. Ihn erwartet ein Bußgeldverfahren mit Punkten in Flensburg. Das Durchfahrtsverbot in der Münchener Straße wurde in einer 30-minütigen Stichprobe kontrolliert. Hier kam es zu einem Verstoß.

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