Aktive Saison und emotionaler Rückblick

von Redaktion

Segler- und Ruderclub Simssee ehrt Verdienste und Meister – Neuwahlen und Saisonhöhepunkt

Prutting – Mit einem Rückblick auf ein außergewöhnlich aktives Vereinsjahr hat der Segler- und Ruderclub Simssee seine Hauptversammlung abgehalten. Mehr als 80 Clubmitglieder hatten sich eingefunden, wie der Verein mitteilt. Vorsitzender Hans Reile eröffnete die Versammlung. Die Anwesenden gedachten in einer Schweigeminute der verstorbenen Clubmitglieder, darunter zwei Gründungsmitglieder. Genannt wurden Walter Adam, der als damals Jugendlicher einer der Motoren bei der Gründung des ehemaligen Segler Club Simssee im Jahr 1959 gewesen war, sowie Hans Bauer, der 1982 als technischer Leiter das Schwimmsteg-Projekt in Angriff nahm, 1988 zum Vorsitzenden gewählt wurde und unter dessen Regie 1991 das Clubhaus umgebaut und modernisiert wurde.

Besonders ging Reile auf die Leistungen des langjährigen früheren Vorsitzenden und späteren Kommodore Gerhard Niessen ein. Von den 40 Jahren, die Niessen der Vorstandschaft angehörte, war er insgesamt 15 Jahre lang Vorsitzender. In seine Amtszeit fielen die Genehmigung der Kräne, der Schwimmstege und die Genehmigung zur Erweiterung des Clubhauses. Zugleich habe er ein großes Herz für die Jugend gehabt. Sein größtes sportliches Ereignis als Vorsitzender war die Ausrichtung der allerersten deutschen Meisterschaft auf dem Simssee im Jahr 1999 in der Jugendbootsklasse Laser Radial, heute ILCA6.

In seinem anschließenden Jahresbericht hob Reile das sehr aktive Vereinsleben hervor. Die aktuelle Mitgliederzahl beläuft sich auf mehr als 300 Mitglieder. In der vergangenen Saison veranstaltete der Verein neun Regatten. Sportwart Sebastian Mayer berichtete darüber in seiner Präsentation und ging auf die regen Auswärtsaktivitäten der Clubmitglieder ein. Jugendwartin Simone Staudacher betonte in ihrer Präsentation die Vielseitigkeit der Jugendaktivitäten. Die Jugendwoche war heuer wieder ein sehr großer Erfolg. Die Bandbreite der Aktivitäten reichte von Teilnahmen an deutschen Jugendmeisterschaften bis zur Jabuka-Regatta im Mittelmeer.

Nach dem erfolgreichen Ferienprogramm und dem sehr gelungenen Ruder-Event, auf das Ruderobmann Helmut Buchecker einging, folgte im September der große sportliche Höhepunkt: Der SRS trug die internationale deutsche H-Boot-Meisterschaft aus. Mehr als 30 Boote kämpften eine halbe Woche lang bei hervorragenden Wind- und Wetterbedingungen in neun Wettfahrten um den Meistertitel. Auch das Rahmenprogramm setzte nach Clubangaben Maßstäbe: Hervorgehoben wurden die Stadtführung und der Besuch des Rosenheimer Herbstfestes.

Besonders freute es Reile, dass dem SRS-Mitglied Dirk Stadler dabei ein überzeugender Heimsieg gelang. Es war nach den Titelgewinnen in den Jahren 1996 und 2013 der dritte Meistertitel für Stadler. Abgerundet wurde die äußerst aktive Saison durch die Weihnachtsfeier, die überwiegend von der Jugendabteilung mit Unterstützung des Gesamtvereins durchgeführt wurde. Als Dank für alle Helfer in der Saison organisierte der Club im Winter ein Helferessen.

Schatzmeisterin Alexandra Uhl berichtete in ihrem Haushaltsbericht von 2025, dass der Club trotz der vielen Aktivitäten nicht über seine Verhältnisse lebte. Auch für das Jahr 2026 präsentierte sie eine ausgeglichene Haushaltsplanung. Spannend wurde es bei den anstehenden Neuwahlen, weil sich Angie Diederich ebenfalls um das Amt des Jugendwartes bewarb. Die Abstimmung ergab laut Verein ein klares Ergebnis: Amtsinhaberin Simone Staudacher vereinte mehr als 80 Prozent der Stimmen auf sich. Alle übrigen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig gewählt.

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