Nußdorf – Auf der Festwiese unterhalb des Heubergs versammelten sich beim traditionellen Hufeisenturnier des Hufeisenclubs Nußdorf-Hinterberg 19 Vereine und Stammtische, Jung und Alt aus Nußdorf, dazu viele Zuschauer, Unterstützer und Neugierige, die das Geschehen bei schönstem Frühlingswetter verfolgten. Schon am Vormittag füllte sich das Gelände, die ersten Mannschaften probierten ihre Würfe, auf den Bänken wurde Brotzeit ausgepackt.
Das Hufeisenwerfen, in vielen Orten eher Randnotiz als Mittelpunkt, ist in Nußdorf ein fester Bestandteil des Jahreslaufs geblieben. Die Eisen flogen auch diesmal wieder in hohen Bögen über den Platz, begleitet von Zurufen, lautem Lachem und dem kurzen, gespannten Schweigen vor der Landung.
Viele der Teilnehmer sind seit Jahren dabei, manche seit Jahrzehnten. Erfahrung wird weitergegeben, Taktiken werden am Rand diskutiert, und selbst Niederlagen klingen selten bitter, sondern eher nach jener heiteren Resignation, die zu einem solchen Brauchtumssport dazugehört.
Bemerkenswert war in diesem Jahr nicht nur die Zahl der teilnehmenden Mannschaften, sondern auch ein kleines Signal des Wandels in einer traditionell von Männern dominierten Sportart: Erfreulicherweise trat diesmal sowohl eine reine Damenmannschaft als auch eine gemischte Mannschaft an.
Am Ende setzte sich das „Team Trachtenverein“ souverän durch und sicherte sich mit 63:27 Punkten den Turniersieg. Auf Platz zwei folgte der „Stammtisch Straßburger“ mit 61:29 Punkten, knapp dahinter belegten die „Hinterberger Buam“ mit 60:30 Punkten den dritten Rang.
Besonders sportlich präsentierte sich die Familie Maurer aus Sonnhart, die gleich mit zwei Mannschaften antrat: Das Team „Bichler Alm“ und das Team „Bichler“ belegten die Plätze sechs und sieben und sorgten damit für eine doppelte Präsenz im vorderen Feld. Bürgermeisterin Susanne Grandauer nahm die Siegerehrung vor.
Im kommenden Jahr kann der Hufeisenclub sein 50-jähriges Bestehen feiern. Zugleich arbeitet der Verein an der Errichtung eines Geräteschuppens an der Neubeuerer Straße – sichtbares Zeichen für die Zukunft.