Jugendtreff Schonstett als Beispiel für funktionierendes Miteinander

von Redaktion

Neue Einrichtung schließt eine Lücke im Angebot für junge Menschen und stärkt Zusammenhalt im Ort

Schonstett – In Schonstett ist aus einer einfachen Idee ein Treffpunkt geworden, der das Dorfleben spürbar verändert hat. Was mit der Sorge um Jugendliche begann, die immer mehr Zeit vor Handy und Computer verbringen, hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt, das jungen Menschen Raum für Begegnung, Austausch und persönliche Entwicklung bietet.

Ausgangspunkt war das Projekt „myvision“, mit dem der Jugendbeauftragte Simon Dirnecker junge Menschen zur Mitgestaltung ihres Heimatortes ermutigen wollte. Ab März 2024 begannen konkrete Planungen. Gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung und engagierten Bürgern, darunter Jutta Stübl, wurde nach geeigneten Räumen und einer passenden Ausstattung gesucht. Da die finanziellen Mittel begrenzt waren, setzte man auf Förderprogramme und Eigeninitiative.

Unterstützung kam unter anderem vom Landratsamt, das Maßnahmen zur Verschönerung und Ausstattung übernahm. Ein wichtiger Meilenstein war das Projekt „Transformationsgestalter*innen – Aufbau West“. Daraus entstand zunächst ein Mädchentreff – ein bewusst gewählter Ansatz. Stübl betonte, im ländlichen Raum zeige sich, dass viele Treffpunkte vereinsgebunden seien oder eher Jungen ansprechen, während Mädchen und nicht organisierte Jugendliche oft durchs Raster fielen. Der Mädchentreff schloss diese Lücke und bot einen geschützten Raum für Austausch und Gemeinschaft. Die Gemeinde stellte dafür einen Raum im Dachgeschoss der Grundschule zur Verfügung.

Im Juni 2024 öffnete der Treff erstmals seine Türen. 13 Mädchen nahmen am ersten Termin teil, und schnell wurde deutlich, dass der Bedarf in der Gemeinde groß war. Seitdem fand der Treff regelmäßig statt. Es wurde gespielt, gelacht, geredet und geplant. Die Jugendlichen nutzten die Turnhalle, entwickelten eigene Ideen oder suchten einfach das Gespräch.

Nach dem Abschluss des Förderprojekts wurde das Angebot schließlich erweitert: Der Jugendtreff steht inzwischen allen Jugendlichen ab zehn Jahren offen. Betreut wird er von engagierten Eltern – ein weiteres Beispiel für das funktionierende Miteinander in der Gemeinde. ca

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