Kufsteiner Fest mit Auerbräu-Bier und der Karolinenfelder Musi

von Redaktion

Thierbergpater Gunther Hölbl nimmt in seiner Predigt die Nachbargemeinde Kiefersfelden aufs Korn

Kufstein/Kiefersfelden – Im Landkreis Rosenheim kaum bekannt, dabei wurde er kürzlich bereits zum 16. Mal veranstaltet – der Starkbieranstich im Kufsteiner Stadtsaal mit Auerbräu-Bier, der Karolinenfelder Musi und Prominenz auch aus Bayern.

Den Bieranstich nahm dieses Mal Josef Geisler, der stellvertretende Landeshauptmann, vor. Danach ging es gleich zum Höhepunkt des Abends – der Predigt des Thierbergpaters Gunther Hölbl. Der geizte auch dieses Mal nicht mit Hieben auf die Politik.

Hölbl nahm heuer in seiner Rede den Nachbarn Kiefersfelden aufs Korn. So bezeichnete er den Bürgermeister Hajo Gruber als „kommissarischen Mandatsträger“, bis die Tiroler den Ort eingliedern würden. Schließlich sei das „Innsola“ als einziges Hallenbad im Inntal bereits übernommen worden. Auch einen passenderen Ortsnamen hatte der Pater parat: „Vordervorder-thiersee“ – und der Kieferbach sei eh in Wirklichkeit die Thierseer Ache. Der Bürgermeister von Kiefersfelden nahm es schmunzelnd, denn er weiß um die tatsächlich engen Verbindungen der beiden Grenzorte.

Beim Starkbierfest nicht anwesend war sein Amtskollege – Kufsteins Bürgermeister Martin Krumschnabel. Er meidet die Veranstaltung seit Jahren. Was in Bayern am „Derblecken“ klaglos geschluckt wird, schafft er offenbar nicht. Trotzdem wurde ihm für die „Jagd im Kaisertal“ der goldene Bock verliehen. Diesen nahm Stadtrat Lukas Blunder entgegen. Das passte gut, denn er war an dem Gezerre um die Jagd und die Unternehmensfamilie Henkel nicht ganz unschuldig. roc

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