Raublinger Gebirgsschützen verteidigen Wanderscheibe hauchdünn

von Redaktion

15. Bayern-Tiroler Freundschaftsschießen – Enger Wettkampf zwischen den Kompanien aus Raubling und Rosenheim

Raubling – Es war ein Millimeter-Krimi, der die Jury beim 15. Bayern-Tiroler Freundschaftsschießen bis zur letzten Sekunde in Atem hielt. Am Ende entschieden nicht die Ringzahlen, sondern die Präzision der Innenringtreffer über den Verbleib der begehrten Wanderscheibe. Die Gebirgsschützenkompanie GSK Raubling konnte ihren Titel zum dritten Mal in Folge verteidigen, doch der Druck der Konkurrenz war so hoch wie nie zuvor.

In der Einzelwertung am Schießstand des ESV Rosenheim zeichnete sich früh eine Sensation ab. Während Arkadi Polinger (GSK Raubling) lange Zeit wie der sichere Sieger aussah, lieferte Willi Berger von der GSK Rosenheim eine Meisterleistung ab: Mit 100 von 100 möglichen Ringen und vier Innenringtreffern setzte er sich an die Spitze und gab diese Führung bis zum Ende nicht mehr ab. Polinger musste sich trotz starker 98 Ringe mit dem zweiten Platz begnügen, gefolgt von Hans Fischbacher junior auf Rang drei, der ebenfalls 98 Ringe erzielte, jedoch einen Innenring weniger vorweisen konnte.

Dass das Niveau in diesem Jahr außergewöhnlich hoch war, zeigten auch die weiteren Platzierungen: Platz vier Sepp Mühlauer (GSK Neubeuern), 96 Ringe, Platz fünf Florian Zäch (GSK Rosenheim), 96 Ringe, Platz sechs Hans Fischbacher senior und Platz sieben Robert Oschwald (beide GSK Raubling), mit jeweils 95 Ringen.

In der Mannschaftswertung schien die Dominanz der Raublinger zunächst zu wanken. Nach der Auszählung aller Schützen herrschte zwischen der GSK Raubling und der GSK Rosenheim absoluter Gleichstand: Beide Teams erreichten 386 Ringe. Daraufhin wurden die Scheiben noch einmal genau ausgezählt. Die Anzahl der Innenringe brachte die Entscheidung: erster Platz: GSK Raubling mit 13 Innenringen, zweiter Platz Rosenheim mit neun Innenringe) vor der GSK Flintsbach (355 Ringe).

Der grenzübergreifende Charakter des Turniers wurde durch die Teilnahme dreier Tiroler Kompanien unterstrichen. Den „Bayerischen Löwen“ für den besten Tiroler Schützen sicherte sich Werner Moser (SK Breitenbach) auf dem zehnten Gesamtrang. Als beste Tiroler Mannschaft glänzte die Sieberer Kompanie Landl auf dem fünften Platz.

In der Damenwertung siegte Maria Gruber (GSK Elbach-Leitzachtal), die mit einem respektablen 22. Platz im Gesamtklassement den Sonderpreis entgegennahm.

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