Kneippen verbindet zwei Aschaus miteinander

von Redaktion

Broschüre wirbt unter dem Motto „Kneipp – Freude & Genuss“ für grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Aschau – In Aschau im Chiemgau wird Kneippen zum grenzüberschreitenden Gesundheits- und Genussprojekt: Gemeinsam mit Aschau bei Kirchberg in Tirol bündeln die beiden Gemeinden ihre Stärken, um Naturerlebnis und Kneipp-Philosophie für Einheimische und Gäste neu erlebbar zu machen.

Über die
Landesgrenze hinweg

Ausgangspunkt der Kooperation ist, dass beide Orte sich viel Ursprüngliches erhalten haben, von Bergen und Gewässern umgeben sind und jeweils über Kneipp-Anlagen verfügen. Vor diesem Hintergrund haben sich die beiden Aschaus zusammengeschlossen, um gemeinsam und über Landesgrenzen hinweg für das Kneippen in landschaftlich reizvoller Umgebung zu werben. Eine treibende Kraft des Vorhabens ist Dr. Dr. Klaus Piwernetz, Vorsitzender des Aschauer Kneipp-Vereins und seit Kurzem Mitglied des Landesseniorenrates sowie des Fachausschusses Gesundheit und Pflege.

Für die Umsetzung bot sich die Zusammenarbeit mit Interreg Bayern-Tirol an. Mit dem Tourismusverband Kitzbüheler Alpen-Brixental und Aschau bei Kirchberg in Tirol fanden sich geeignete Projektpartner. Bei einer Veranstaltung in der Priental-Halle im vergangenen November wurde die grenzüberschreitende Kooperation unter dem Titel „Kneipp – Freude & Genuss“ zahlreichen Vertretern aus Politik, Tourismus und Gesundheit aus Bayern und Tirol vorgestellt. Ziel ist es, neue Wege zu suchen, um Natur und Gesundheit erlebnisreich zu verbinden. Dazu gehören gegenseitige Treffen der Beteiligten ebenso wie politische Unterstützung.

Kern des Projekts ist, positive Naturerfahrungen mit den Einrichtungen des Kneipp-Vereins Aschau im Chiemgau sowie mit Angeboten aus Touristik und Gastronomie auf sogenannten Kneipp-Genusswegen zu verknüpfen. Eine eigens aufgelegte Broschüre, die beim Kneipp-Verein und in der Tourist-Info erhältlich ist, soll „Kneipp – Freude & Genuss“ buchstäblich schmackhaft machen. Sie enthält zahlreiche Fotos sowie Informationen zu den fünf Elementen „Wasser –- Bewegung – Ernährung – Wildpflanzen – Balance“.

Die Initiatoren verfolgen das Ziel, grenzüberschreitenden Gesundheitstourismus dauerhaft mit der Kneippschen Philosophie zu verbinden. Dies soll durch Präsentationen, etwa vor Kneipp-Vereinen in Tirol sowie in Ober- und Niederbayern, und durch ganzjährige generationenübergreifende Sport- und Genussangebote vor Ort vorangetrieben werden. Geplant sind zudem eine Vorlesung an der TU München im Juni und eine Präsentation vor angehenden Lehramtsstudenten im Oktober.

Ein Höhepunkt steht bereits fest: Der 45. Geburtstag des Kneipp-Vereins Aschau im Chiemgau soll am Freitag, 8. Mai, groß am Kneippbecken im Kurpark hinter dem Rathaus gefeiert werden. Vorträge mit Titeln wie „Kneippen und Kultur“ oder „Aschau – ein Dorf am Fluss“ sollen verdeutlichen, dass Kneippen weit mehr ist als reines Wassertreten. Bei der Festveranstaltung sollen gemeinsames Essen, Kneippen, aufspielende Musiker und tanzende Trachtler symbolisch für das Motto „Kneipp – Freude & Genuss“ stehen.

Vielversprechender
Projektstart

Aschaus Bürgermeister Simon Frank ist voll des Lobes für „das Projekt, das zeigt, dass Gesundheit mit Freude und Genuss sehr gut zusammenpasst“. Auch die Tiroler Partner würdigten das kooperative Miteinander und den vielversprechenden Projektstart.

Bereits vergangenes Jahr hatte Esther Jennings, Geschäftsführerin Euregio-Inntal, Interreg Bayern-Tirol, die Hoffnung geäußert, das Vorhaben könne Vorbild für andere Orte und Regionen werden. Sie zeigt sich auch einer weiteren grenzüberschreitenden Fortsetzung des Projekts aufgeschlossen, möglicherweise unter Einbeziehung weiterer Orte. Eine Förderung sei dabei nicht ausgeschlossen. Piwernetz und seine Mitstreiter arbeiten nach eigenen Angaben bereits an weiteren Ideen.

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