Ein neuer Edeka für Eggstätt

von Redaktion

Der Gemeinderat Eggstätt hat den Weg für einen neuen Edeka-Markt an der Priener Straße geebnet. Während die Pläne für den Neubau klar sind, bleibt die Nachnutzung des bisherigen Gebäudes noch offen und sorgt für Hoffnung auf einen neuen Anziehungspunkt im Ort.

Eggstätt – Der Gemeinderat hat grünes Licht gegeben: Am südlichen Ortseingang von Eggstätt soll ein „Sondergebiet für die Errichtung eines Supermarktes“ ausgewiesen werden. Dafür muss der Flächennutzungsplan geändert und ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden. Abhängig von der Dauer des Bauleitverfahrens könnte der erste Spatenstich für den neuen Markt in einem oder anderthalb Jahren erfolgen.

Umzug auf die
andere Straßenseite

„Wir haben lange darauf gewartet, jetzt wird es endlich wahr“, brachte Bürgermeister Christoph Kraus seine Freude zum Ausdruck. Schon seit 2024 bemüht sich die Edeka Südbayern um einen neuen Standort für den inhabergeführten Markt von Heidi Summerer. Der bestehende Markt an der Priener Straße ist an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen, eine Erweiterung am Standort aber nicht möglich.

Nun sind alle Weichen für einen Neubau gestellt – und zwar genau gegenüber, auf der östlichen Seite der Priener Straße. „Alle privatrechtlichen Fragen zum Baugrundstück wurden erfolgreich geklärt, auch die Abwicklung des Pachtvertragsverhältnisses im Bestandsgebäude ist geregelt“, informierte der Bürgermeister.

Die landesplanerische Zustimmung zur Neuausweisung eines Nahversorgers mit einer Fläche bis zu 1200 Quadratmetern und der erforderlichen Änderung des Flächennutzungsplanes hatte die Gemeindeverwaltung vorab bei der Regierung von Oberbayern eingeholt. „Das Projekt steht den Einzelhandelsprämissen des Landesentwicklungsprogramms Bayern nicht im Wege“, so das Fazit.

Im nächsten Schritt wird zwischen Gemeinde und Vorhabenträger ein Durchführungsvertrag zum Vorhaben- und Erschließungsplan abgeschlossen. Dieser regelt die verbindliche Realisierung von Bau- und Erschließungsmaßnahmen, Fristen, Kostenübernahmen sowie alle Sicherheiten, um das geplante Vorhaben rechtssicher umzusetzen. Der Vorhaben- und Erschließungsplan wird vom Vorhabenträger erarbeitet, mit der Gemeinde abgestimmt und als Bestandteil eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans in Kraft gesetzt.

Parallel dazu muss die Gemeinde den Flächennutzungsplan ändern. Viel planerischer Aufwand, der den Bürgern zugutekommt, denn „damit wird es möglich, unseren Edeka-Markt im Dorf zu halten und auch künftig eine wohnortnahe Lebensmittel-Grundversorgung zu sichern“, so der Bürgermeister. „Eine Bereicherung für Eggstätt“, waren sich die Gemeinderäte einig. Denn der Ort bekommt im Osten der Priener Straße nun einen neuen, größeren und moderneren Edeka-Markt.

Nachnutzung
macht neugierig

Der Umzug eröffnet auch neue gestalterische Perspektiven für die westliche Seite der Straße. Zwar konnte der Bürgermeister die Fragen zur geplanten Nachnutzung des Gebäudes noch nicht beantworten. Aber träumen durften die Gemeinderäte natürlich trotzdem schon mal: von einem Café vielleicht oder einem Drogeriemarkt. Auf jeden Fall von einem Ort, an dem sich die Eggstätter treffen könnten, die heute noch in die Nachbarorte pendeln.

Die Gemeinde beabsichtigt, sich für eine sinnvolle Nachnutzung des Bestands einzusetzen. Was wirklich entstehen kann, wird auf Grundlage des Landesentwicklungsprogramms entschieden werden müssen. Dieses steuert nicht nur die Lage und Größe von Einzelhandelsgroßprojekten, sondern auch von Ansammlungen kleinerer Einzelhändler.

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