Kiefersfelden – Ein das gesellschaftliche Leben förderndes Projekt stand bei der jüngsten Gemeinderatssitzung ganz oben auf der Agenda. Dazu gaben Uli Maierl und die Teamleiterin „Ambulante Erziehungshilfen im Mangfalltal“ bei der Caritas Rosenheim, Maria Stadler, erste, sehr interessante Informationen.
„Der Familienstützpunkt südliches Inntal soll in den Gemeinden Kiefersfelden und Oberaudorf angesiedelt sein. Im ersten Schritt haben wir uns und das Vorhaben bei den beiden Bürgermeistern vorgestellt“, so Maria Stadler „und dabei haben wir großes Interesse erfahren sowie Unterstützungsangebote erhalten“.
Erste Treffen haben
bereits stattgefunden
Bereits Ende März fand ein erstes Treffen mit engagierten Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen als Kooperationspartner sowie Pfarreien, Schulen und weiteren Organisationen statt. „Dabei gelang ein sehr informativer und gewinnbringender Austausch mit der Vorfreude, gemeinsam mit den Akteuren und den Strukturen in der Gemeinde ein tolles, ergänzendes Bildungs- und Beratungsangebot rund um das Thema Familienleben zu gestalten“, versicherte die Mitinitiatorin.
Und so soll es weitergehen. Der Familienstützpunkt (FSP) südliches Inntal versteht sich als niedrigschwelliges Bildungs- und Beratungsangebot für Familien. Oberstes Ziel ist es, die Strukturen und Angebote vor Ort zu kennen und zu nutzen, um Kooperationen entstehen zu lassen und Kinder, Jugendliche und Eltern gezielt weitervermitteln und anbinden zu können. Egal, ob es sich um eine Familie, die neu in die Gemeinde gezogen und auf der Suche nach dem richtigen Sportverein für ihr Kind ist, handelt oder ob eine frisch gebackene Mama sich Unterstützung im Umgang mit einem Schreibaby wünscht. Hierfür soll es feste Beratungszeiten geben, die eine unkomplizierte Kontaktaufnahme ermöglichen. Es können aber auch gesondert Beratungstermine vereinbart werden.
Zwei weibliche Fachkräfte haben die Expertise, um zu vielen Themen des Familienlebens selbst beraten zu können. Braucht es mehr, können weitere Angebote der Caritas, wie zum Beispiel die Erziehungsberatungsstelle oder die Schuldnerberatung sowie das Wissen über die weitere Jugendhilfelandschaft im Landkreis genutzt werden. „Wir von der Caritas“, so Maria Stadler weiter, „verstehen uns also als Netzwerkpartner und Beratungsstelle. Darüber hinaus wird es eine Kooperation mit dem Bildungswerk Rosenheim geben, sodass interessante Vorträge und Workshops zu verschiedensten Themen direkt vor Ort stattfinden können“. Allerdings stehen dazu die Räumlichkeiten und feste Bürozeiten noch nicht fest, sie werden so bald wie möglich über verschiedenste Kanäle bekannt gemacht.
Der Fachdienst „Frühe Kindheit“ im Landratsamt Rosenheim hat vor geraumer Zeit den Bedarf ermittelt, die beiden Standpunkte der geplanten Familienstützpunkte im Landkreis ausgewählt und das Projekt FSP südliches Inntal ausgeschrieben. Er ist auch der Ansprechpartner und Auftraggeber. Das Projekt selbst wird über das Zentrum Bayern Familie und Soziales gefördert und finanziell unterstützt. Hier gibt es eine staatliche Förderung der strukturellen Weiterentwicklung kommunaler Familienbildung und von Familienstützpunkten. Die Projektlaufzeit ist vorerst auf sechs Jahre festgelegt.
Kontaktaufnahme
erwünscht
Noch im April werden die beiden Fachkräfte Sophia Remig und Franziska Kurz in der Gemeinde präsent sein, sich bei sämtlichen Stellen und Einrichtungen vorstellen und mit ersten kleinen Angeboten für Familien mit diesen in Kontakt gehen. „Gerne dürfen sich auch schon Interessierte, Familien und Netzwerkpartner bei den beiden Kolleginnen melden“, wie Frau Stadler abschließend betonte. Zu erreichen sind Franziska Kurz unter Telefon 01515/1217435 (E-Mail franziska.kurz@caritasmuenchen. org) und Sophia Remig unter Telefon 01515/9260602 (E-Mail sophia.remig@caritasmuenchen.org).