Schechen – Mit einem Ehrenabend hat der Stockschützenverein Schechen die herausragenden Erfolge von Kathleen Neumayer und Peter Rottmoser bei der Europameisterschaft der Weitschützen in Inzell gewürdigt. Beide waren mit insgesamt drei Gold- und zwei Bronzemedaillen erneut das erfolgreichste Vereinsteam bei der Europa-Meisterschaft im Weitenwettbewerb.
Neumayer hatte ihre starke Form bereits bei den bayerischen und deutschen Meisterschaften unter Beweis gestellt, bei denen sie sowohl im Einzel- als auch im Team-Wettbewerb gegen starke Konkurrenz jeweils die ersten Plätze belegte. Diese Erfolgsserie setzte sie bei der Europameisterschaft in Inzell fort: Im Teamwettbewerb der Damen erreichte das deutsche Team mit Neumayer eine Weite von 325,46 Metern und verwies damit die Mannschaft aus Österreich mit einem deutlichen Vorsprung von 8,56 Metern auf Rang zwei.
Auch im Mixed-Weitenwettbewerb setzte sich Neumayer durch: Zusammen mit Markus Schätzl entschied sie nach einem furiosen K.o.-Finale den Wettbewerb für sich und gewann die Goldmedaille vor dem zweiten deutschen Duo mit Sabrina Englbrecht und Michael Späth, das Silber holte. Im Einzelwettbewerb der Damen musste sich Neumayer hingegen knapp geschlagen geben. Mit einer Weite von 138,15 Metern lag sie lediglich 51 Zentimeter hinter der Siegerin Sophia Albenberger aus Italien und der zweitplatzierten Deutschen Sabrina Engelbrecht zurück. Trotz eines missglückten Durchgangs bedeutete dies für Neumayer Rang drei und damit die Bronzemedaille. Für Peter Rottmoser stand die Europameisterschaft im Zeichen eines Comebacks: Nach einer Verletzungspause kehrte er nach intensivem Aufholtraining in den Wettbewerb zurück. In der Herrenmannschaft trug er mit dazu bei, dass das deutsche Team mit einer Gesamtweite von 364,76 Metern die Goldmedaille gewann. Im Einzelwettbewerb der Herren musste sich Rottmoser den deutlich jüngeren Konkurrenten Markus Schätzl und Michael Späth geschlagen geben. Mit einer Weite von 131,09 Metern belegte er Platz drei hinter Schätzl mit 141,03 Metern und Späth mit 133,41 Metern. Angesichts des noch spürbaren Trainingsrückstandes wertete Rottmoser den Gewinn der Bronzemedaille dennoch als Erfolg. Mit insgesamt fünf Medaillen kehrten Kathleen Neumayer und Peter Rottmoser als bestes Vereins-Team von der Europameisterschaft zurück. Beim Ehrenabend in Schechen wurden ihre Leistungen ausgiebig gewürdigt. Dabei nahmen beide auch die Glückwünsche von Bürgermeister Stefan Adam und dem Gesamt-Vereinsvorstand Stephan Dialler entgegen.