Bauboom in Amerang

von Redaktion

Im Ortsteil Kammer entstehen Wohnungen und ein neues Café – Ideale Fläche

Amerang – Zwischen Betonmischern und Handwerkern herrscht auf der Baustelle reges Treiben. Mittendrin: Bauherr Lukas Himmler. Für ihn gibt es nichts Besseres, als in seiner Heimatgemeinde Amerang sein eigenes Standbein aufzubauen.

Mit dem „Café Kammer“ im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde erfüllt er sich einen Herzenswunsch – und wagt mit 29 Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit. „Schon als Kind wollte ich immer ein Café oder Hotel führen, die Branche hat mich von klein auf fasziniert“, schwärmt der gelernte Hotelfachmann, der derzeit im Vogtareuther „Café Hiesig“ arbeitet.

Neueröffnung
Ende November

Für Lukas, der nur wenige Meter entfernt wohnt, ist sein Projekt tatsächlich ein Heimspiel. „Besser geht’s nicht“, fasst er kurz und knapp zusammen. Derzeit befindet sich das Gebäude noch im Rohbau. Auf Insta-gram gibt der Ameranger regelmäßig Einblick in den Baufortschritt.

Im Obergeschoss entstehen insgesamt sieben Wohneinheiten, aufgeteilt in Privat- und Ferienwohnungen. Das Café nimmt das komplette Erdgeschoss ein. Nach aktuellem Baustandard alles barrierefrei. Die Eröffnung ist für Ende des Jahres angesetzt, passend zur Weihnachtszeit.

Das Konzept stellt ein klassisches Tagescafé dar, mit Kuchen, Snacks und kleinen Brotzeiten. Geplant ist eine große Terrasse mit bis zu 60 Sitzplätzen. Im Inneren finden circa 40 Gäste Platz. Lukas Himmler, als Gesicht des Cafés, wird überwiegend im Service tätig sein und ist derzeit noch auf Personalsuche.

Da die gastronomischen Angebote überwiegend im Ortskern angesiedelt sind, sieht er seinen Standort als „Bereicherung“ außerhalb Amerangs an. Die Erwartungen des Jung-Gastronomen an den Standort in Kammer: Radtouristen begeistern, die den Benedikt- oder Mozart-radweg rund um den Chiemgau einschlagen, und Mitarbeiter der Firmen aus dem direkt angrenzenden Gewerbegebiet mit einer wechselnden Mittagskarte versorgen.

Der Grundgedanke, sich in der Heimat etwas aufzubauen, ging mit dem Baugebiet in Kammer auf. So ist es von der Gemeindeseite aus gewollt. Wie Bürgermeister Konrad Linner betont, strebe man mit dem Baugebiet nicht nur Neubauten von Häusern und Wohneinheiten sowie Gewerbe an. Das Ziel ist klar definiert: die Entwicklung eines eigenen lebendigen Ortsteils über die klassische Siedlungsstruktur hinaus, in dem Wohnen und Arbeiten einen fließenden Übergang finden. Charakteristisch sind die ortsbildprägenden Gebäude, die den Baustil der Gemeinde widerspiegeln und Amerang auszeichnen. Dafür wurde eigens ein Architekturbüro beauftragt.

„Der Siedlungsdruck ist da, die größere Fläche in Kammer war für das Vorhaben ideal. Uns war es ein Anliegen, mehr Leben in den Außenbereich hineinzubringen und gleichzeitig Aufenthaltsqualität zu garantieren. Daher haben wir uns bewusst Zeit genommen, den Standort mit Beginn im Jahr 2018 allmählich zu entwickeln. Die Erschließungsarbeiten befinden sich mittlerweile in den Endzügen. Wir freuen uns, dass das Konzept aufgeht und die Entwicklung positive Züge annimmt.“

Und das Baugebiet in Kammer wächst weiter: Bis zu 25 weitere Wohnungen werden in Zukunft entstehen, darunter Seniorenwohnungen, denn Bedarf sei vorhanden. Zwei Bauanträge für Kammer befinden sich noch in der Pipeline. Im Sommer startet der Baubeginn mit Geschosswohnungsbau für Eigentumswohnungen oberhalb des künftigen „Café Kammer“, das in den Augen Linners sicherlich gut angenommen werde.

Die GWG Wasserburg hat bereits in eine Wohnanlage mit 29 Wohnungen, vier Reihenhäusern und drei Gewerbe investiert. Die Bauweise ist bewusst offen gehalten, Durchwege zwischen den Gebäuden sind gesichert, es gibt keine abschottenden Zäune. Die meisten Fahrzeuge der Bewohner parken unter der Erde.

Gelungener
Mix

Linner sieht den Mix zwischen Familien und älteren Menschen als gelungen an: „25 Prozent bilden sowohl den Anteil der unter 20-Jährigen als auch den Anteil der über 60-Jährigen. Eine gute Mischung. Und bei Größen der Wohneinheiten zwischen 60 und 200 Quadratmetern ist in Kammer auch für jeden etwas dabei.“

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