Prutting – „Schutzgebiete sind Schatzgebiete. Diesen Satz habe ich gehört, als ich 2020 als gerade frisch gewählter Bürgermeister bei meinem ersten ,Brunnen-Termin‘ im Wasserwirtschaftsamt war und ich habe ihn seither nicht mehr vergessen.“
So begann Pruttings Bürgermeister Johannes Thusbaß seine Rede bei der kleinen Weihefeier zur Inbetriebnahme des neuen Brunnens der Gemeinde. Und auch Pfarrer Guido Seidenberger sowie Landrat Otto Lederer griffen diesen Gedanken auf. Sie betonten ebenfalls, dass es sich bei Trinkwasser in der Tat um einen echten, aber oft zu gering geachteten Schatz handele: „Unser allerwichtigstes und dabei reinstes Lebensmittel.“
Gerade die Reinheit des Wassers sei aber nicht zuletzt den Schutzgebieten zu verdanken, die um die Brunnen gezogen würden – eine wichtige, aber oft nicht leicht festzusetzende Sicherungszone.
Und hier beglückwünschte Rosenheims Landrat Otto Lederer die Gemeinde Prutting: Die Festlegung des Schutzgebietes sei durchaus langwierig und dabei nicht einfach gewesen, habe aber stets auf einer vertrauensvollen und engen Zusammenarbeit aller Beteiligten – Gemeinde, Wasserwirtschaftsamt, betroffene Bürger – gefußt.
Gut 50 Bürger waren in das Pruttinger Waldstück gekommen, in dem der Brunnen liegt, auch Bürgermeister aus Nachbargemeinden sowie Dr. Tobias Hafner, der Amtschef des Wasserwirtschaftsamtes. jt