Franziska Preuß und Simon Schempp privat

von Redaktion

Wenige Wochen nach ihrem Karriereende besuchte Biathlon-Star Franziska Preuß mit ihrem Partner Simon Schempp das „Team Werkhaus“ in Raubling. Dort trafen die beiden ehemaligen Weltmeister auf die besten Nachwuchssportler der Region und gaben Einblicke in ihr neues Leben.

Raubling – Simon Schempp und Franziska Preuß haben den deutschen Biathlon jahrelang geprägt. Kein Wunder also, dass der ein oder andere junge Sportler etwas nervös wurde, als die beiden Wintersportstars plötzlich als Überraschungsgäste im Raublinger „Werkhaus“ auftauchten. Die rund 80 Talente zwischen elf und 25 Jahren versammelten sich im markanten, runden Gebäude, um im kommenden Jahr das „Team werkhaus“ zu bilden.

80 junge Sportler
in Raubling

Hinter diesem Team steckt eine Fördergruppe, initiiert von Bora-Gründer Willi Bruckbauer, die junge Sportler aus der Region finanziell unterstützt. Schließlich ist der Chef des bekannten Dunstabzugssystems nicht nur Hauptsponsor des Radteams Red Bull Bora-hansgrohe, sondern war früher selbst, wie er sagt, „gar kein ganz schlechter“ Radfahrer. Bruckbauer weiß daher, wie wichtig die Förderung gerade in jungen Jahren ist, und hat seit der ersten Ausgabe von „Team Werkhaus“ knapp 400 Nachwuchssportler in verschiedenen Sportarten mit rund einer Viertelmillion Euro unterstützt.

Doch der Gastgeber hielt sich an diesem Abend zurück und überließ den beiden Biathlon-Stars sowie den Nachwuchssportlern die Bühne. Schempp und Preuß machten dabei einen gelösten Eindruck. Nachdem die Gesamtweltcupsiegerin von 2025 ihre Karriere bei den Olympischen Spielen in Cortina beendet hat, sind nun beide offiziell in Leistungssport-Rente. „Es fühlt sich nach wie vor nach der richtigen Entscheidung an”, meint Franziska Preuß. Es gebe demnach nicht das Gefühl einer großen Leere, kein wehmütiges Zurückblicken, sondern vielmehr Vorfreude auf die zukünftigen Aufgaben. „Ich mache einige Praktika, aktuell eines in Richtung Architektur, das hat mich schon immer fasziniert“, erzählt Preuß.

Auch für ihren Partner Simon Schempp ist es eine Umgewöhnung, auch wenn er seine Karriere schon im Jahr 2021 beendet hat. „Ich habe Franzi natürlich weiter unterstützt und auch jetzt kann ich nachvollziehen, wie sich das für sie anfühlt“, meint er. Gemeinsam geht es jetzt in ihrem Haus in Ruhpolding in einen neuen Lebensabschnitt.

Ohne zu zögern
Teilnahme zugesagt

Genau durch dieses Haus, das sie im Jahr 2022 gemeinsam bauten, ist auch die Verbindung zu Bora und dem „Werkhaus“ entstanden. „Damals wurden wir beim Innenausbau hervorragend unterstützt”, sagt Preuß. Als daher die Anfragen kamen, ob man zum Auftakt des diesjährigen „Team Werkhaus“ vorbeischauen könnte, haben beide nicht lange gezögert.

„Die Unterstützung im Leistungssport ist speziell in der Jugend enorm wichtig”, sagt Schempp. Ohne den Einsatz aus dem direkten Umfeld, wie mithilfe der Eltern oder wie in diesem Fall der Firmen aus der Region, würde es nicht funktionieren. Als Tipp für die jungen Sportler gaben die Biathlonstars vor allem eines mit auf den Weg: „Immer dranbleiben und den Spaß am Sport nicht verlieren. Auch, oder gerade dann, wenn es einmal hart wird.”

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