Neubeuern – Im Kreise der Familie verstarb vor Kurzem Josef Thaler vom Marktplatz. Älteren Mitbürgern war er auch als „Kundler Sepp“ bekannt.
Geboren im Kundler-Anwesen in Fröschenthal, lebte der „Sepp“ lange Jahre mit seiner Familie am Marktplatz. Sein Eck am Marktplatz war bekannt, die Bank davor oftmals Treffpunkt zum geselligen Ratsch. Mit zunehmendem Alter wurden seine Runden, die ihn immer wieder zum Sportplatz und um den Marktplatz führten, kürzer.
Schon früh fand er Arbeit in der Papierfabrik in Redenfelden. Über vier Jahrzehnte arbeitete er schließlich im Werk Mariastein. Er war mit den Kollegen und dem Betrieb eng verbunden. Kein lautes Auftreten, aber geselliges Mitwirken zeichneten den „Thaler Sepp“ aus. Seine große Leidenschaft galt dem TSV Neubeuern. Schon seit den 50er-Jahren lief er als Fußballer für den TSV Neubeuern auf und war von der Jugend über die Senioren bis zu den Alten Herrn aktiver Spieler. Danach blieb er als verlässlicher Zuschauer bei vielen Auswärts- und Heimspielen den Neubeurer Fußballern verbunden und verfolgte das Geschehen auf dem Platz mit großer Anteilnahme. Als der Weg zum Sportplatz zu weit wurde, ließ er sich gern über das Spielgeschehen unterrichten. Auch bei den Stockschützen auf der Anlage am Badesee war er aktiv.
67 Jahre war er mit seiner Frau Rosmarie verheiratet. Die Familie stand für ihn immer im Mittelpunkt. Auf Wunsch des Verstorbenen fand die Trauerfeier im familiären Kreis statt. swt