Die Kieferer retten ein Gebäude und machen eine Krippenwerkstatt daraus

von Redaktion

Bürgermeister Hajo Gruber zieht bei Jahresversammlung den Hut vor dem Mut des Fördervereins Kieferer Krippe

Die neue Krippenwerkstatt in aktuellem Zustand.Fotos Hoffmann

Kiefersfelden – „Ruhig war es nicht, unser zurückliegendes Vereinsjahr“, so der Vorsitzende des Fördervereins „Kieferer Krippe“, Herbert Mairhofer, bei seiner Begrüßung zur Jahresversammlung im Gasthof „Zur Post“. Dabei zielte er auf die vielen Aktivitäten des Vereins, der nicht nur in der Adventszeit aktiv und präsent ist, „obwohl das natürlich unser Mittelpunkt ist“.

Vom ersten Advent bis Mariä Lichtmess konnten sich die vielen Besucher von der Kreativität und Schaffenskraft der Krippenbauer überzeugen, hatten die doch rund 45 Krippen aufwändig restauriert und dann dem Publikum präsentiert. Mit Krippenlegung und Krippenweg haben sich im Ort zwei feste weihnachtliche Bestandteile etabliert, die beim vergangenen zehnjährigen Bestehen des Krippenvereins die herausragende Rolle gespielt hatten.

Auch beim „Kieferer Dorfadvent“ auf dem Gelände am Industriemuseum war der Verein vertreten, „doch unser Vereinsleben spielt sich nicht nur im Advent ab. Das ganze Jahr über wird restauriert, gebaut, ausprobiert und verbessert“, weiß der Vorsitzende. Und damit dankte er allen Krippenbauern, Helfern, Förderern und Unterstützern sowie Kirche und Gemeinde für die gute Zusammenarbeit.

Schriftführer Georg Wallner sieht den Verein auf sehr gutem Wege und verweist dabei auf die stetig steigenden Mitgliederzahlen, die Kassier Sepp Horn nur bestätigen konnte. Der Herr der Zahlen berichtete von einer soliden Finanzlage, „trotz vermehrter Aufgaben und Ausgaben, wie dem Tag der offenen Baustelle und dem erfolgreichen Kürbisschnitzen für Kinder und Eltern in der Grundschule“.

Herbert Mairhofer leitete dann über auf das „Projekt Kieferer Krippenwerkstatt“, das den Verein sicher noch viele Jahre begleiten wird. Wie berichtet, beschloss der Gemeinderat, dem Verein das leerstehende und verfallende Haus an der Innstraße, ehemals im Besitz der Deutschen Bahn, zur Nutzung für Vereinszwecke zu überlassen. Um aber die aufwändigen Arbeiten an dem maroden Gebäude auch finanziell schultern zu können, stellte der Verein beim Freistaat einen Förderantrag für das LEADER-Programm. „Der Zuwendungsbescheid ist jetzt bei uns eingegangen und damit ist eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um das Projekt ‚Kieferer Krippenwerkstatt‘ in die nächste Phase zu führen“, berichtete Mairhofer voller Zuversicht. „Die nächsten Schritte sind bereits angestoßen, die Gemeinde mit Bürgermeister Hajo Gruber ist mit im Boot und in Kürze folgen Abstimmungen, Angebotseinholung und konkrete Vorbereitung der Bauphase.“

Die Medienpräsenz will der Verein weiter ausbauen und stärker nutzen, „um hier jüngere Interessierte zu erreichen“, schaute der Vorsitzende nach vorne, und selbstverständlich sind die erneute Teilnahme am Kieferer Dorfadvent sowie das Kürbisschnitzen in der Grundschule. In der Adventszeit werden wieder viele Krippen in Kirchen und auf dem Krippenweg auf die Besucher warten, wobei wiederum ein Wechsel der Ausstellungsexemplare folgt.

Bürgermeister Hajo Gruber betonte die Tradition der Kieferer Krippe, was immer mit viel Arbeit der Mitglieder verbunden ist, und er lobte das große Engagement des Vereins bei der Restaurierung der neuen Krippenwerkstatt. „Ihr traut euch was“, so seine Bewunderung, „aber ihr werdet das Umbauabenteuer sicher bewältigen und die Tradition des Vereins fortleben lassen.“

Brauch ist es auch, die Versammlung mit einem in bayerischer Mundart vorgetragenen Gedicht enden zu lassen. Dabei erzählte Schriftführer Georg Wallner in nicht ganz ernst gemeinter Weise über Leben und Treiben von Mensch und Tier in der staden Zeit. hko

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