Samerberg – In der jüngsten Gemeinderatssitzung am Samerberg stellte die amtierende Kämmerin und ab 1. Mai gewählte Bürgermeisterin Susanne Kunz dem noch waltenden Gemeinderat die geplanten Zahlen für den Haushalt 2026 vor. Sie betonte, dass der Haushalt zwar gut ausgeglichen werden konnte, trotzdem seien die finanziellen Mittel der Gemeinde nach wie vor beschränkt.
Freiwillige Leistungen
trotz beschränkter Mittel
Im Jahr 2026 sind im Verwaltungshaushalt der Gemeinde 8,27 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt 1,45 Millionen Euro eingeplant. Das Haushaltsvolumen erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um gut 600.000 Euro auf 9,71 Millionen Euro. Trotz der finanziell beschränkten Mittel der Gemeinde sind aktuell laut Susanne Kunz neben den Pflichtaufgaben noch Mittel für freiwillige Leistungen im Rahmen machbar.
Die größten Einnahmequellen der Gemeinde Samerberg im Verwaltungshaushalt sind unter anderem die Schlüsselzuweisungen (973.000 Euro), der voraussichtliche Gemeindeanteil der Einkommenssteuer (2,3 Millionen Euro), die Gewerbesteuer (650.000 Euro), die Einnahmen aus Wasser- und Abwassergebühren (450.000 Euro), die Grundsteuer A und B (380.000 Euro), sowie die Einnahmen aus der Parkplatzbewirtschaftung (312.000 Euro).
Auf der Gegenseite im Verwaltungshaushalt seien folgende Ausgaben für das Jahr 2026 geplant. Die Kreisumlage (1,8 Millionen Euro), Personalkosten (3,1 Millionen Euro), Sach- und Betriebskosten (2,6 Millionen Euro), sowie Kosten für den Straßenunterhalt (300.000 Euro). Im Vermögenshaushalt werde eine Zuführung des Verwaltungshaushaltes mit 170.000 Euro angesetzt. Gleichzeitig erwartet die Kommune diverse Zuwendungen in einer Gesamthöhe von 354.500 Euro. Darunter Zuwendungen für die Hochwasserschäden aus 2024, eine Förderung für die Umstellung auf die digitalen Meldeempfänger der Feuerwehren, sowie eine Zulage für die Erneuerung der Flutlichtanlage am Sportplatz in Roßholzen. Außerdem steht der Gemeinde ein kommunales Investitionsbudget in Höhe von 383.500 Euro zur Verfügung, welches für konkrete Maßnahmen abgerufen werden kann.
Die wichtigsten Ausgabearten im Vermögenshaushalt bilden anstehende Kanalsanierungsarbeiten (250.000 Euro), die Errichtung von vier Photovoltaikanlagen auf Gemeindeliegenschaften (100.000 Euro), Erneuerung von Wasserleitungen (200.000 Euro), die Friedhofserweiterung in Grainbach (50.000 Euro), Planungskosten für ein Neukonzept der Sportgaststätte Badwirt bei Roßholzen (50.000 Euro), sowie Planungskosten für neue Gewerbeflächen (50.000 Euro). Die geplanten Investitionen im Jahr 2026 wirken sich laut Susanne Kunz auf eine Reduzierung der Rücklagen auf circa 1.192.500 Euro aus, falls diese tatsächlich alle im gleichen Jahr umgesetzt würden. Es sei jedoch aktuell keine Kreditaufnahme notwendig.
Der Schuldenstand der Gemeinde Samerberg soll sich nach dem aktuellen Jahr um rund 160.000 Euro auf circa 1.500.000 Euro reduzieren.
Bereits Planungen
für das nächste Jahr
In der weiteren Finanzvorschau für 2027 setzt die Gemeinde bereits folgende Punkte an: die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs für die Feuerwehr in Grainbach (550.000 Euro), Glasfaserausbau (400.000 Euro), Kanalarbeiten (100.000 Euro), Wasserleitungen (100.000 Euro), sowie Erschließungs- und Herstellungskosten für Gewerbeflächen (300.000 Euro). Diesen stehen jedoch Grundstücksverkäufe, sowie Erschließungs- und Herstellungsbeiträge für die geplanten Gewerbeflächen (1.300.000 Euro), Zuwendungen für das Löschfahrzeug (180.000 Euro), sowie Herstellungsbeiträge der Wasserversorgung (50.000 Euro) gegenüber.
Auf Grundlage des Haushaltsplans 2026 wurde die Haushaltssatzung für die Gemeinde Samerberg erstellt und zusammen mit dem Investitionsplan mit 13 zu einer Stimme beschlossen.