Raubling/Großholzhausen – Die tiefe Verbundenheit mit August Schober, der im Alter von 91 Jahren verstorben war, bezeugten die vielen, vielen Trauergäste, die sich zum Requiem und der anschließenden Urnenbeisetzung eingefunden hatten. In der Pfarrkirche St. Georg zelebrierte Pfarrer Martin Gehringer die kirchliche Feier, die vom Kirchenchor unter Leitung von Stephan Heinke musikalisch gestaltet wurde. Der Geistliche hielt einen Rückblick auf das Leben des Verstorbenen. August Schober wurde 1934 in Großholzhausen geboren. Mit seinen Brüdern Johann und Josef wuchs er auf. Bereits mit 15 Jahren begann sein arbeitsreiches Leben als Schichtarbeiter bei den Papierwerken Waldhof-Aschaffenburg in Redenfelden. Im Jahr 1958 schloss er den Bund der Ehe mit Martina Huber aus Brannenburg. Aus dieser glücklichen
Verbindung gingen die drei Söhne Andreas, Martin und Christian hervor. In späteren Jahren kamen sechs Enkelkinder und sieben Urenkel hinzu. Ihnen allen begegnete er fröhlich und fürsorglich und wurde liebevoll Opa Gust genannt.
Um seiner Familie ein eigenes Haus, Fortkommen und Ausbildung zu ermöglichen, hat der Verstorbene zeitweise mehrere Arbeitsstellen angenommen und zusätzlich auch mehrere Jahre an den Wochenenden gearbeitet. 1972 wurde er von der damaligen Gemeinde Großholzhausen als Arbeiter angestellt. Als Bademeister war er für das örtliche Schwimmbad verantwortlich. Nach der Eingemeindung nach Raubling arbeitete er weiter im Bauhof und bekleidete die Stelle des Bauhofleiters, bis er 1997 in den wohlverdienten Ruhestand ging. Soziales Engagement übernahm August Schober in drei Wahlperioden als Gemeinderat, zunächst eine in Großholzhausen und dann zwei in Raubling. Der ASV Großholzhausen lag ihm immer am Herzen und so war es für ihn selbstverständlich, die Ämter als Kassier und dann als Erster Vorstand des Vereins zu übernehmen. Auch war er Mitglied beim FC Nicklheim, beim Trachtenverein Raubling und der Feuerwehr Großholzhausen. Skifahren und Bergwandern waren seine Hobbys, sofern es die Zeit zuließ. Diese Leidenschaften teilte er mit seiner Frau und den Söhnen. Der „Schober Gust“ war ein geselliger, freundlicher und zugewandter Mann, im Ort beliebt und geschätzt. Sehr gern gesehen war er bei den Berg- und Südtirolkameraden, beim Frühschoppenverein und natürlich bei den Fußballspielern des ASV. Nur selten versäumte er ein Spiel seines Vereins.
Leider verstarb 2015 plötzlich und unerwartet seine Ehefrau Martina. Er musste sein Leben umstellen und schaffte dies durch einen strukturierten Tagesablauf. Seine Familie und die Freunde standen ihm treu zur Seite. Im Laufe der Jahre kamen einige gesundheitliche Schwierigkeiten, die er soweit gut überwinden konnte. Seinen 90. Geburtstag feierte er im Kreise der Familie und guten Freunden. Zwei Tage nach diesem erlitt er einen Schlaganfall und wurde pflegebedürftig. Nach der kirchlichen Feier formierte sich unter Vorantritt der Musikkapelle Großholzhausen ein langer Trauerzug. Enkel Josef Schober trug die Urne zur letzten Ruhestätte. An dieser dankte Raublings Zweiter Bürgermeister Wolfgang Rechenauer August Schober für sein Wirken als langjähriger Gemeinderat und als Bauhofleiter. Für den ASV Großholzhausen sprach der Ehrenvorstand Sepp Zehetmair August Schober Dank und Anerkennung für sein langes Engagement für den Verein aus. Die Fahnen des ASV, der Feuerwehr und des Trachtenvereins Raubling senkten sich zu einem letzten Gruß.