Eggstätt – Auf der gut besuchten Bürgerversammlung beim Unterwirt bekamen die zahlreichen Beauftragten das Wort erteilt. Behindertenbeauftragter Josef Höck freute sich, dass die Bücherei nun barrierefrei sei. Er bedankte sich bei der Verwaltung, dem Bauhof und den vielen Helfern für das Errichten der Rampe: „Ein Meilenstein“ sei geschafft. Aber Barrierefreiheit sei nicht das Einzige, was nötig sei.
Beratung für Menschen
mit Handicap
Es brauche auch Beratung, und das schon für junge Menschen mit Handicap bis 27 Jahre und deren Angehörige. Das Jugendamt biete hier sogar sogenannte Verfahrenslotsen an. Wer Hilfe brauche, solle sich bei der Verwaltung oder bei ihm melden. Ortsarchivar Peter Fenzl warb um Helfer bei der Einrichtung einer Topothek: „Das schaffe ich nicht alleine.“ Das große Interesse rund um die 1.100 Jahre Echistat habe das Interesse an der Historie des Ortes und seiner Persönlichkeiten gezeigt. In einer Topothek könne jeder, der sich dafür interessiere, bequem von zu Hause oder unterwegs, online in alten Bildern stöbern. Dabei könne man nach Stichwörtern suchen oder einzelne Themenbereiche ansehen. Jugendbeauftragter Florian Erb ging auf den frisch gewählten Jugendrat und den Jugendtreff im Heistracher Haus ein.
Dirk Breitfuß, der sich beim Chiemseer Bürgerbus engagiert, warb für weitere ehrenamtliche Fahrer. Seit mehr als 20 Jahren biete der Bus ganzjährigen Fahrservice für Gäste und Einheimische, von Amerang und Obing bis nach Prien – und zwar von Montag bis Freitag. Eggstätt sei dabei die am dritthäufigsten angefahrene Station.
Sonja Lotha, Schriftführerin der Bürger- und Nachbarschaftshilfe, warb um ehrenamtliche Helfer: „Wir bieten kurzfristige und unbürokratische Unterstützung – seien es Fahrten zum Wertstoffhof, Einkaufen im Krankheitsfall, kleine Reparaturen oder Unterstützung bei Problemen im Umgang mit digitalen Geräten.“ Mittlerweile habe die Bürger- und Nachbarschaftshilfe über 35 Mitglieder – 20 davon im aktiven Einsatz.
Ohne Ehrenamtler
geht vieles nicht
Bürgermeister Christoph Kraus betonte, dass ohne ehrenamtliches Engagement vieles nicht möglich sei. Er erwähnte hier das Ferienprogramm, das im vergangenen Jahr mit 32 Veranstaltungen lockte. Über 355 Teilnehmer seien Beweis dafür, dass das Angebot gut ankomme. Deswegen bedankte er sich ausdrücklich bei allen, die sich in der Gemeinde ehrenamtlich für das Wohl aller einbringen.