Ein Abend voller Wertschätzung

von Redaktion

Abschiedsfeier für den Raublinger Bürgermeister Olaf Kalsperger nach 18 Jahren im Amt

Raubling – Geballtes Herzblut zum Wohl für die Gemeinde Raubling, teils bis zu 36 Jahre lang, treffender kann man die Abschiedsfeier von Bürgermeister Olaf Kalsperger und den zehn ausscheidenden Gemeinderäten nicht zusammenfassen. Dankesworte, Musik, Gesang, Abschiedsgeschenke, die geschmackvoll, ideenreich, würdig, liebevoll und lustig in der weiß-blau geschmückten Gemeindehalle dargebracht wurden, ließen den Abend zu einer Superlative der Wertschätzung werden.

„Herzblut für
die Gemeinde Raubling“

Nicht nur der räumliche Rahmen war dem Anlass entsprechend, sondern auch die Personen, die der Feier beiwohnten. Beispielsweise alle Abordnungen der fünf Ortsfeuerwehren, die Kindergarten- und Schulleiter, aktuelle und ehemalige Gemeindemitarbeiter, aktive und ehemalige Gemeinderäte, die Geistlichkeit, das Team Diakonie und Vertreter vom Wasserbeschaffungsverband Raubling-Degerndorf sowie die engsten Familienangehörigen von Olaf Kalsperger.

Persönliche
Dankesworte

Kalsperger, der nicht mehr für die nächste Periode kandidierte und 18 Jahre „Herzblut für Raubling“ als Bürgermeister und zwölf Jahre als Gemeinderat für das Gemeinwohl einbrachte, sagte: „Es ist leicht, wenn man eine gute Mannschaft hat“, und meinte den Gemeinderat und die Rathausbelegschaft. „Ich stehe hier vorne und rede und rede, das hat was für sich, ich genieße es“, gab er zu. Statt Anekdoten zu erzählen, die den Rahmen sprengen würden, ging er zur Würdigung der ausscheidenden Gemeinderäte über.

Für alle zehn Personen hatte er persönliche Dankesworte und überreichte Fotocollagen zur jeweiligen Laufbahn, einen Porzellanlöwen und Gutscheine für das Freibad Großholzhausen. Josef Aschenwald senior, 30 Jahre aktiv, und Georg Dinzenhofer senior, mit 36 aktiven Jahren am längsten, nannte er in seiner Laudatio als die „Gemeinderatszwillinge“, die sich unermüdlich verdient für das Gemeindewohl einsetzten.

Stets ein
großes Herz

Seine beiden Stellvertreter Wolfgang Rechenauer (Zweiter Bürgermeister) und Monika Marx (Dritte Bürgermeisterin) verabschiedete er ebenfalls in den Gemeinderatsruhestand, bescheinigte ihnen stets ein großes Herz für das Gemeindewohl und legte ihre Verdienste dar. Rechenauer war sechs Jahre Zweiter Bürgermeister und 18 Jahre Gemeinderat.

Monika Marx, ein Urgestein der Freien Wähler, war insgesamt 30 Jahre im Gremium, davon 18 Jahre als Dritte Bürgermeisterin. Weiter wurden mit wohlwollenden Worten Anton Maurer, Michael Finsterer, Andreas Mädler, Walter Mini, Peter Margraf und Angelika Ludwig (abwesend) verabschiedet. „Einer allein schafft es nicht, alle Verdienste der letzten 18 Jahre unseres Bürgermeisters in Worte zu fassen“, sagte Rechenauer im Blick auf die Laudatio und holte sich Monika Marx an seine Seite. „Am 30. April geht eine Ära in der Gemeinde Raubling zu Ende. Du, Olaf, warst in den letzten 18 Jahren nicht nur ein gewählter Beamter, nein, Du warst das Gesicht und die Stimme der Gemeinde Raubling“, unterstrich sie. „Aber es gab auch nicht so schöne Zeiten, wie 2024, als der große Regen kam. Da ist Raubling im wahrsten Sinne des Wortes komplett abgesoffen. Und Du, lieber Olaf, hast den Ärger abbekommen, als ob Du den Regen zu verantworten hättest. Du warst zu diesem Zeitpunkt nicht nur Bürgermeister, nein, Du warst Blitzableiter, Chef-Diplomat und, wenn nötig, Seelsorger. Dass Du das alles durchgestanden hast, Chapeau!“, war ihre Überzeugung. „Du hast das Schiff Gemeinde Raubling 18 Jahre sicher durch alle Stürme, auch wenn die Wellen im Gemeinderat manchmal hochschlugen, gesteuert. Dafür danken wir, die Gemeinderäte, recht herzlich. Du hinterlässt große Fußstapfen, aber ein bestelltes Feld. Wir wünschen Dir für Deinen bald beginnenden Unruhestand vor allem Gesundheit, viel Spaß bei Deinen Hobbys und die Muße, als Privatmann die weitere Entwicklung der Gemeinde Raubling zu beobachten“, so ihre Schlussworte. Mehr als tausend Worte waren die Gesangseinlagen vom „Gemeinderätechor“, der zur Melodie „Marmor, Stein und Eisen bricht“ sang: „Spieglein, Spieglein an der Wand – Wer ist der Schönste im ganzen Land. Krawatte, Anzug, Haare fein – Das kann doch Er nur sein!“ Und schlussendlich: „Atemlos durch die Nacht, bis ein neuer Tag erwacht. Atemlos san mir hier, weil mia feiern heit mit Dir!“

Kinder
stimmen mit ein

Nicht nachstehen wollten die Kindergartenleiterinnen mit einem netten Lied, in dem sogar auf einem Videoclip die Kinder mit einstimmten. Ebenfalls großen Applaus gab es für eine „Litanei“ von den Gemeindemitarbeitern, angeführt von Personalratsvorsitzender Christine Bruckeder und Vorzimmerchefin Irene Holzner, über ihren scheidenden Chef. Groß war auch das Hallo, als von den Bauhofmitarbeitern als Abschiedsgeschenk ein „Ruhestand“ mit Speichenrädern in die Halle gefahren wurde und Kalsperger schon mal Probe sitzen durfte.

Riesenfoto der
Feuerwehren überreicht

Weitere Abschiedsgeschenke wie ein Riesenfoto der Feuerwehren wurden überreicht, alle Würdigungen verdeutlichten eindrucksvoll: Olaf Kalsperger hat 18 Jahre mit Herzblut die Geschicke Raublings gelenkt. „Ich hab’s gerne gemacht, mit Leidenschaft und gebe dem neuen Gremium mit auf den Weg: Wenn’s streiten müsst’s, dann streitet, aber dann vertragt Euch wieder“, so der scheidende Bürgermeister.

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