Nachjustieren, nicht revolutionieren

von Redaktion

Über 600 Brannenburger melden sich bei Online-Umfrage zu Themen von „Lieblingsort“ bis „Ladesäulen“

Brannenburg – Auf eine gute Resonanz der Brannenburger stieß die Online-Umfrage im Januar und Februar zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes. Bauamtsleiterin Christine Rupp konnte in der jüngsten Gemeinderatssitzung erste Ergebnisse der Auswertung präsentieren.

Neben einem Workshop des Gemeinderats zur Erarbeitung der Fokusthemen waren sowohl der „Markt der Ideen“ in der Grund- und Mittelschule als auch die Online-Umfrage weitere Bausteine im Prozess der Neuaufstellung. In den nächsten Monaten stehen die Vertiefung einzelner Themen und die Konkretisierung der Entwicklungsziele auf dem Programm.

30- bis 69-Jährige
besonders aktiv

602 Bürger beantworteten mindestens eine der Fragen. Besonders stark vertreten waren dabei die Altersgruppen zwischen 30 und 69 Jahren. Als positive Merkmale der Gemeinde wurden die Infrastruktur und das Freizeitangebot, die Natur und das Landschaftsbild sowie die Lage und die Erreichbarkeit viel genannt.

Die Biber, der Kirchbach-Bereich, St. Margarethen, der Aussichtspunkt Drei Linden und der Kirchplatz im Ortsteil Brannenburg stehen als Lieblingsorte hoch im Kurs der Bevölkerung. Als Maßnahmen für Klimaanpassung und Klimaschutz wünschen sich die Bürger den Ausbau erneuerbarer Energien und mehr Schutz vor Starkregen.

Beim Thema Wohnen wurden besonders bezahlbarer Wohnraum und Wohnraum für Familien sowie wohnortnahe Angebote (Einkauf, Arzt, Bildung, Sportangebote), verträgliches Wachstum und der Erhalt ortsprägender Bereiche favorisiert. Für ein gutes Miteinander zwischen Landwirtschaft, Natur und Mensch seien insbesondere Rücksichtnahme und Dialog notwendig, so das Ergebnis der Umfrage, dazu kommen Bildung und Aufklärung, Schutz landwirtschaftlicher Flächen und ökologische Landwirtschaft.

Mit dem Ausbau von Rad- und Fußwegen und des ÖPNV könnte die Mobilität in Brannenburg noch klimafreundlicher werden, gewünscht werden außerdem ein Ausbau von E-Ladeinfrastruktur und Sharing-Angeboten sowie eine Verbesserung im Umfeld der Bushaltestellen. Für eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden plädierten die Teilnehmer der Umfrage vor allem beim Radwegenetz, aber auch in den Bereichen Verkehr, ÖPNV und Tourismus sowie Kultur und Freizeitangebote. Über 400 Eintragungen zeigten den Bedarf an Fuß- und Radwegeverbindungen, insbesondere nach Nußdorf und Raubling, an der Staatsstraße 2089, der Nußdorfer Straße sowie der Sudelfeld- und der Mühlenstraße.

Neue und alte Treffpunkte
schaffen und erhalten

Mit dem bestehenden Freizeit- und Sportangebot sind sehr viele Brannenburger Bürger zufrieden, wünschenswert seien allerdings mehr spezifische Angebote, eine Stärkung des Vereinssports sowie ein Ausbau des Angebots am Talbahnhof der Wendelsteinbahn. Als bestehende Räume, die gesichert und erweitert werden sollen, wurden vor allem der Kirchplatz in Brannenburg und der Bereich des Kirchbachs sowie der Spielplatz an der Kirchenstraße und der Bereich rund um das Rathaus genannt.

Am Bahnhof, auf den Freiflächen am Seniorenwohnpark und am Dorfbach/Kufsteiner Straße sowie am Sportplatz der Schule könnten neue Treffpunkte entstehen, so einige Vorschläge. Durch Informationsveranstaltungen vor Ort und online sowie Online-Umfragen möchten die Bürger in Zukunft an der Ortsentwicklung von Brannenburg beteiligt werden.

Artikel 1 von 11