Großkarolinenfeld – In der Pfarrkirche Hl. Blut in Großkarolinenfeld steht seit Ostern neben dem Altar ein blumenumranktes Kreuz. Dieses Kreuz hat eine Geschichte, die bis in den Advent zurückgeht: Hier war eine große Baumwurzel vor dem Altar aufgebaut, auf der wöchentlich jeweils eine Kerze entzündet wurde.
An Weihnachten lag das Jesuskind in dieser Wurzel. Das bekannte Weihnachtslied „Es ist ein Ros‘ entsprungen, aus einer Wurzel zart“ wurde damit anschaulich in Szene gesetzt. Der große Christbaum mit den vielen Lichtern und Strohsternen, der über die Weihnachtszeit das Kircheninnere schmückte, wuchs gleichsam aus dieser Wurzel, die den Stamm unten umschloss.
Umgestaltung nach
Mariä Lichtmess
Schließlich wurde nach Mariä Lichtmess der Christbaum wieder abgeräumt und aus zwei übrig gebliebenen Stammresten ein Kreuz geformt, an das zur Fastenzeit jeweils allwöchentlich passend zum Evangelium ein Symbol gehängt wurde, so eine Tüte Gummibären, die an „kleine Versuchungen“ erinnern sollte, oder ein Blinden-Logo, das an die Heilung eines seit Geburt an blinden Mannes gedachte.
Am Auferstehungstag verwandelte sich dieses Kreuz in ein von bunten Blumen umranktes, herrliches Siegessymbol, das den Triumph Jesu über den Tod ins Leben darstellt. Die ursprüngliche Idee von Pfarrer Herbert Aneder, Jesu’ Weg von der Wiege bis zu Bahre anschaulich darzustellen und das Kreuz des Lebens bewusst zu sehen, wurde von Angela Obinger in einer sehr einfühlsamen und künstlerischen Art umgesetzt und wird damit noch bis Pfingsten den sonst nüchternen Kirchenraum bereichern.