„Edelweiß“ sucht Buben

von Redaktion

22 Paare tanzen beim Hoagascht des Raublinger Trachtenvereins auf

Raubling – Nett sind sie immer wieder zu beobachten, wenn die Kleinsten der Kleinen schon fleißig mit dabei sind, vor einer größeren Zuschauermenge öffentlich aufzutreten. Beim Hoagascht des Trachtenvereins „Edelweiß“ Raubling im Huberwirtsaal war das wieder ein bildhübscher Anblick: Diesmal traten 22 Paare zum Auftanz, begleitet von der „Sunseit Musi“, auf die Tanzfläche und zeigten, was sie bisher unter der Anleitung der Jugendleiter Magdalena Siegmund und Hans Lechner gelernt hatten. Reichlicher Beifall war der Lohn. Wo Licht ist, ist auch Schatten, und der fällt beim Raublinger Trachtennachwuchs sinnbildlich auf die ausbleibenden Buben. Bei den Jüngsten waren gerade drei Jungen unter den zahlreichen Mädchen auszumachen. Sie sind zwar Hahn im Korb, aber leider auch ein bisschen arg wenige. „Macht‘s mehra Buam“, appellierte Vorsitzender Anderl Obermair senior an das Publikum, „wer ois erst‘s an Buam ois Vereinsmitglied bei mir omeld’t, den lad i zum Ess‘n beim Huberwirt ei.“ Nervös sei er schon gewesen, meinte einer der kleinen Buben nach seinem Auftritt. Die Kinder brachten Volkstänze in zwei Teilen, begleitet von Franz Pichler mit der Ziach, und sangen vom Pumuckl, ehe die Jugend mit der Olympia Sternpolka glänzte. Für einen neuen Tanz wird noch ein passender Name gesucht. Die Aktivengruppe heimste großen Beifall für den dargebotenen „Inngautanz“ und den „Inntaler“ ein. Krönender Abschluss war nach wie vor das Schuhplatteln zur Amboss-Polka.

Ehrungen langjähriger Vereinsmitglieder – diesmal 18 Personen – sind Zeichen der Treue und Verbundenheit zum Verein. Eine seltene und außergewöhnliche Ehrung vom Trachtenverband war ebenfalls dabei. Raublings scheidender Bürgermeister Olaf Kalsperger war der Ansicht, dass auch der Verein geehrt werden könnte, da er so viele langjährige und treue Mitglieder in seinen Reihen habe. Er wünsche für die Zukunft weiterhin ein so reges und harmonisches Vereinsleben und wolle schon mal in der eigenen Familie um Nachwuchs für die Trachtlerbuben werben – zwei Enkel hätten immerhin eine Lederhose, aber ob sie halt auch tanzen und platteln wollen? ru

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