Obing – Bei strahlendem Sonnenschein öffnete die Mittelschule Obing ihre Türen und präsentierte sich ihren zahlreichen Besuchern als lebendiger Lern- und Begegnungsort. Schnell wurde deutlich: Hier wird nicht nur gelernt, sondern gemeinsam gestaltet, ausprobiert und erlebt. Ein besonderer Anziehungspunkt waren die vielfältigen Praxisstationen, an denen die Gäste selbst aktiv werden konnten. Ob beim Erstellen von Schlüsselanhängern im Fach Technik, beim Bemalen von T-Shirts und Federmäppchen oder beim Aufbau elektrischer Schaltungen und Alarmanlagen – überall wurde mit Begeisterung gewerkt. Musikalisch wurde ebenfalls einiges geboten: Beim „Trommeln für Jedermann“ konnten Besucher selbst den Rhythmus spüren, während die Musikklassen sechs und acht mit ihren Konzertbeiträgen begeisterten.
Teambuilding-Spiele
und Jakkolo
Ein besonderer Höhepunkt war die gemeinsame 6K-United-Aufführung aller Mittelschüler in der Turnhalle zur Begrüßung, die mit einem mitreißenden Schüler-Rap für Begeisterung sorgte. Teambuilding-Spiele und das beliebte Jakkolo forderten Geschicklichkeit, Zielsicherheit und strategisches Denken und sorgten für regen Andrang. Im Pausenhof lud ein Frühlings-Bläserkonzert zum Verweilen ein.
Dort nutzten viele Besucher die Gelegenheit, auf einer der zahlreichen Sitzgelegenheiten Platz zu nehmen, sich auszutauschen und das Bewirtungsangebot des Elternbeirats und des JUZ zu genießen. Zudem erfreute sich in diesem Bereich vor allem die Kinderschminkstation mit Glitzer-Tattoos großer Beliebtheit.
Schulleiter Thomas Duxner zeigte sich erfreut über die vielen Besucher: „Das zeigt das Interesse am Schulleben in Obing und daran, was unsere Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften auf die Beine stellen.“ Die Vorbereitungen hätten viel Engagement und Vorlauf erfordert. Zeitweise sei schon eine gewisse Anspannung spürbar gewesen, doch es habe stets eine positive Grundstimmung geherrscht. Alle Klassen hätten einen Beitrag leisten wollen und seien mit großer Freude dabei gewesen.
Auch die Anwesenheit der örtlichen Vereine hob der Obinger Rektor hervor. Der TV Obing war mit Stockschießen – das im kommenden Schuljahr teilweise in den Unterricht integriert werden soll – sowie Kleinfeldtennis vertreten. Diese Verknüpfung von Schule und Vereinsleben bezeichnete Duxner als große Bereicherung. „Das ganze Schulhaus war seit Wochen beschäftigt“, schilderte Lehrer Christoph Grote die intensiven Vorbereitungswochen, die einmal mehr gezeigt hätten, „dass die Mittelschule Obing eine Familie ist – kein Betrieb und schon gar keine ‚Restschule‘“. Veranstaltungen wie dieser Tag der offenen Tür würden dazu beitragen, Vorurteile abzubauen, die vielfältigen Fähigkeiten der Schüler sichtbar zu machen und den vorhandenen Teamgeist zu demonstrieren.
Animationsfilm
mit „Peppa Wutz“
Ein Beispiel dafür war ein selbst produzierter und absolut sehenswerter Animationsfilm mit der Hauptfigur „Peppa Wutz“. Die Klasse hatte die Geschichte über das bekannte kleine Schweinemädchen in englischer Sprache eigenständig entwickelt, die bekannten Figuren den Originalen entsprechend gestaltet, das Video gedreht, geschnitten und vertont. „Hier konnte sich jeder nach seinen Möglichkeiten einbringen und dabei viel lernen“, berichtete Klassenleiterin Michaela Jungkunz.
Die Mittelschule sei eine Schulart, „wo nicht jeder hin will, aber wir müssen uns nicht verstecken“, betonte die qualifizierte Beratungslehrerin. Hier werde Bildung rübergebracht, Gemeinschaft gestärkt und fit fürs Leben gemacht. Auch die Zweite Bürgermeisterin Fanny Mayer zeigte sich beeindruckt: Die Schule habe sich mit ihrem breiten Bildungsangebot und ihrer Praxisnähe hervorragend präsentiert. „Hier wird nicht nur theoretisch gelernt, sondern auch ganz konkret angepackt.“ Dies zeige auch die Ausstellung der Projektprüfungsergebnisse im Fach Technik. Hier wurde sichtbar, mit wie viel Kreativität und handwerklichem Können die Schüler ihre Werkstücke geplant und umgesetzt haben.
Begeisterung im
Technikunterricht
Wie viel Freude ihm der Technikunterricht bereitet, bestätigte Schüler Luca Hiller, der mit Begeisterung die ausgestellten Werkstücke erklärte – von der Idee über die Materialbeschaffung bis zur Fertigstellung. „Wir erarbeiten uns hier gute Perspektiven für die Zukunft“, fanden Angela und Chiara aus der M9. Sie waren an der Peppa-Wutz-Produktion beteiligt und hoben vor allem die Unterstützung durch die Lehrkräfte und das vertrauensvolle Verhältnis hervor, das häufig über den schulischen Bereich hinaus gehe „Wir fühlen uns hier ein bisschen wie eine Familie.“ Klar könne man am Samstag auch was anderes machen, doch es habe Freude gemacht, mit den Mitschülern die Schule zu präsentieren, betonten die beiden Neuntklässlerinnen. Dass diese besondere Atmosphäre auch über die Schulzeit hinaus wirkt, zeigte sich am Besuch vieler Ehemaliger. „Man trifft alte Freunde und Lehrer wieder – und zeigt, was aus einem geworden ist“, brachte es Nikolas Bergmeier auf den Punkt.
Auch diese Aussage machte eindrucksvoll deutlich, dass die Mittelschule Obing eine Bildungseinrichtung ist, an der Gemeinschaft gelebt, Talente gefördert und Zukunftsperspektiven geschaffen werden.