Nachruf

von Redaktion

Neubeuern – Im vertrauten Umfeld, betreut von Ehemann und Familie, starb vor Kurzem Walburga Stadler kurz vor ihrem 88. Geburtstag. Ein Leben, geprägt in Verbundenheit zur Heimat, zu Arbeitsstellen und zur Familie, fand sein friedliches irdisches Ende. Geboren auf einem landwirtschaftlichen Anwesen, war Walburga Stadler früh in die Arbeit eingebunden worden. Diese Hilfestellung erbrachte sie auch nach ihrer Schulzeit.

Später folgte in Ingolstadt eine Ausbildung zur Krankenschwester. Dieser Berufung zur Hilfe anderer blieb „Burgl“ Stadler ein Leben lang treu. In jungen Jahren wechselte sie dann nach Starnberg, später zur Klinik Kellermann in Brannenburg. Nach deren Schließung fand sie Anstellung im Erholungsheim Neubeuern, und abschließend bis zu ihrem Ruhestand war sie bei der Caritas beschäftigt.

Neben der Arbeit bestimmte das Leben der Familie das Geschehen. In der Zeit ihrer Beschäftigung in Brannenburg lernte sie Sebastian Stadler kennen und lieben. Die Familie gründete sich, fand eine erste gemeinsame Wohnung. Später schuf man sich am Haimgarten in Neubeuern ein Wohnhaus für die größer werdende Familie mit zwei Kindern, später Enkel und Urenkel.

Die vertraute Umgebung der Nachbarschaft, die dörfliche Gemeinschaft von Altenbeuern waren bestimmende Teile ihrer ruhigen Lebensart. Ausflüge und Wanderungen in heimischer Bergwelt waren gesuchte Abwechslung, ebenso wie Urlaubsaufenthalte in Südtirol. Vertrautheit und Zugehörigkeit zeigte sich auch hier, man wählte immer dasselbe Urlaubsziel.

Freude fand Burgl Stadler an der Arbeit im heimischen Garten mit Blumen und Pflanzen. Vor mehr als zehn Jahren belasteten erste gesundheitliche Einschränkungen ihr Leben, sodass sie sich aus der Gemeinschaft zurückzog. Vor wenigen Monaten konnten die Eheleute Stadler noch den 65. Hochzeitstag feiern.

Burgl Stadler war eine innige Marienverehrerin. Ihr Sterbebild zeigt die Mariendarstellung der Pfarrkirche Neubeuern. Pfarrer Christoph Rudolph sprach die Gebete der Kirche, begleitet vom Chorgesang der Klageweiber. Viele Trauergäste reihten sich hinter der Beerdigungsmusik ein, um der „Burgl“ das letzte Geleit zu geben. Die Fahnen der Frauengemeinschaft und der KAB Neubeuern, welchen Burgl Stadler eng verbunden war, waren ein letzter Gruß an der Grabstelle.swt

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