Grünes Licht für Aschauer Jugendtreff

von Redaktion

Umbau wird 58.000 Euro kosten – Gemeinderat setzt auf Engagement der Jugendlichen

Aschau – Eine „großartige Vorarbeit“ bescheinigten die Gemeinderäte jetzt Bastian Knickenberg, dem Jugendbeauftragten der Gemeinde. Einstimmig befürwortete das Gremium die Plänen für einen Jugendtreff nahe der Priental-Halle. Jetzt sollen Bürgermeister, Verwaltung und Jugendbeauftragter die weiteren Schritte veranlassen. Dazu gehören unter anderem Finanzierungs- und Betriebskonzepte.

Einstige Umkleiden
sollen umgebaut werden

Bastian Knickenberg hatte für eine Sanierung des Nebengebäudes der Priental-Halle geworben. Seit dem Abriss der alten Sporthalle gebe es keinen Jugendtreff mehr, sagte er. Aber der Bedarf sei da. Das hätten Gespräche und gut 120 Rückmeldungen von Jugendlichen ergeben. Drei mögliche Betreuer, zwei junge Frauen und ein junger Mann aus Aschau, hätten bereits Interesse bekundet. Auch Eltern hätten sich schon als Helfer angeboten.

Als Standort biete sich das Häuschen neben der neuen Priental-Halle an. Das Gebäude nutzen die Gemeinde und der WSV derzeit als Lager. Die Fußballer nutzten es während der Umbauphase der Halle als Umkleiden.

Das Gebäude sei in die Jahre gekommen, erläuterte Knickenberg, doch es biete viele Möglichkeiten. Vor der Tür gebe es einen Grillplatz, den die Fußballer angelegt haben. Im Gebäude könnten ein Aufenthaltsraum, eine Küchenzeile, ein Spiele- und Arbeitsbereich sowie ein Stauraum entstehen. Bevor die einstigen Umkleiden als Jugendtreff genutzt werden können, sind Umbaumaßnahmen erforderlich – angefangen von der Dämmung über Elektroarbeiten bis hin zu Fliesen, Fenstern und Türen. Die Kosten der Maßnahmen im Innenbereich bezifferte Knickenberg auf etwa 58.000 Euro. „Das ist eine Hausnummer“, sagte der Jugendbeauftragte. Aber es sei ein zukunftsfähiges Projekt. Zudem könnten die Jugendlichen beim Umbauhelfen. Eigenleistung steigere schließlich die Identifikation und die Wertschätzung des Jugendtreffs.

Die nächste Jugendsprechstunde plant Knickenberg als Vor-Ort-Termin mit Jugendlichen und Betreuerteam. „Nun ist es wichtig, Kostenträger zu finden, Spenden zu akquirieren, die Baumaßnahmen umzusetzen und parallel dazu die Jugendarbeit in der Gemeinde aufzubauen“, warb er.

Josef Hobelsberger (FWG) und Monika Schmid (FWG) begrüßten das Einbinden der Jugendlichen in die Renovierungsarbeiten. Schmid sagte, sie freue sich über so viel Engagement, denn der Bedarf sei da. In Aschau fehle ein Ort, an dem sich Jugendliche treffen können. Georg Westenthanner (CSU) wollte mehr über das Betreuerteam wissen. Man habe sich schon zweimal mit dem Trio getroffen, erklärte Bastian Knickenberg.

Auch ein Betreuerteam
ist schon am Start

Bürgermeister Simon Frank (ZfA) informierte, dass das Landratsamt mit eingebunden sei. Erst einmal gehe es aber um den Jugendtreff an sich. Später könne man sich über ein sozialpädagogisches Team Gedanken machen. Im diesjährigen Haushalt seien für den Jugendtreff bereits 10.000 Euro eingeplant, so der Bürgermeister. Darüber hinaus gehende Kosten sollen über Spenden und Eigenleistungen finanziert werden. Die Verwaltung werde sich einbringen und den Prozess betreuen.

Dem Konzept für den Jugendtreff sowie der Planung weiterer Schritte durch Bürgermeister, Verwaltung und Jugendbeauftragten stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Auch künftig werden alle Details im Gemeinderat beraten.

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