Eggstätt – Zahlreiche Themen standen auf der Agenda der Hauptversammlung des ASV Eggstätt. Der ASV zählt mittlerweile über 1035 Mitglieder, darunter 311 Kinder und Jugendliche. „Im Vorjahr waren wir noch knapp bei 1.000 Mitgliedern,“ freute sich Vorsitzender Günther Hekele über den Zulauf.
Doch die Mitglieder allein machen einen Verein nicht aus: Da ist das Sportheim an der Seeoner Straße, das nach mehr als fünf Jahrzehnten in die Jahre gekommen ist. Es wird derzeit umgebaut und bindet alle Kräfte. Da ist die Hartseehalle, die ebenfalls ein halbes Jahrhundert alt ist und der Schule als Sportstätte und den Vereinen und der Gemeinde als Übungs- und Veranstaltungsstätte dient, und einer Sanierung bedarf.
Und da ist die Vorstandschaft, die sich seit vielen, vielen Jahren für die Belange des Vereins einsetzt und sich nun zum „wirklich letzten Mal“ noch einmal aufstellen lässt. Dennoch war die Stimmung unter den zahlreichen Interessierten gut. Zuerst warb Hekele um zahlreiche Teilnahme bei den anstehenden Terminen, sei es das Elfmeterschießen mit anschließendem Public Viewing am 20. Juni, das ASV-Waldfest am 12. Juli (Ausweichtermin ist der 19. Juli), das Spiel- und Sportfest am 19. September oder die Beteiligung an kirchlichen Feiertagen und Festsonntagen.
Hekele ging dann auf den Stand der Dinge beim Sportheim ein: Vor knapp einem Jahr war der Teilabbruch, seitdem werde eifrig daran gearbeitet. Wenn weiter alles nach Plan laufe, werden Umkleiden und Sanitärbereich im Herbst dieses Jahres bezugsfertig sein. Im Obergeschoss soll später noch ein Gymnastikraum für andere Abteilungen und andere Ortsvereine entstehen. In einem zweiten Bauabschnitt werde dann das Sportheim kernsaniert. Hekele bedankte sich bei allen Mithelfern, allen Spendern, bei der Planungsgruppe und bei der Gemeinde, die deutlich über eine Million Euro bereit stelle.
Im Anschluss standen Ehrungen an: Willi Hekele leitete 18 Jahre die Tischtennis-Abteilung, und Thomas Bienert war zwölf Jahre stellvertretender Kassier. Die neun Abteilungen Fußball, Eisschießen, Tischtennis, Gymnastik, Fitness, Radfahren, Volleyball, Karate und Bogensport präsentierten sich mit einer jeweils kurzen Übersicht. Das Engagement für den Sport sowie die Mitgliederzahlen sorgten für lauten Beifall, noch lauter wurden die Erfolge von Volleyball-Trainer Andy Köbler bei der bayerischen Meisterschaft und von der jungen Natascha Bartsch bei der deutschen Meisterschaft im 3D-Bogenschießen beklatscht.
Bürgermeister Christoph Kraus bedankte sich beim ASV mit all seinen Trainern, Funktionären und Übungsleitern für die geleistete ehrenamtliche Arbeit sowie bei deren Familien für den Rückhalt. Das sei „nicht selbstverständlich.“ Bezüglich Sportheim-Neubau verwies er auf die gemeindliche Unterstützung und dankte allen Mithelfern und Sponsoren für deren Zutun. Aber das Sportheim sei nicht die einzige „Baustelle“, so der Rathauschef weiter. Die Sanierung der Hartseehalle koste um die 6,5 Millionen Euro, aber die Gemeinde habe so viele weitere Pflichtaufgaben. Umso bedauerlicher sei deshalb, dass die Hartseehalle beim Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ nicht berücksichtigt wurde. Schließlich war als Ziel des Förderprogramms die umfassende bauliche Sanierung von öffentlich zugänglichen Sporthallen und bei Gebäuden die energetische Sanierung definiert.
Die Wahlen gingen schnell vonstatten: Günther Hekele, Gerhard Eder und Sepp Höck stehen dem ASV weiter vor, Höck bleibt zudem Schriftführer, Kassier ist Harry Hennig und technischer Leiter Philipp Babel. Die Jugendleitung hat Christine Lubkoll-Klotz inne. Allein einen Antrag gab es: Man möge bitte den ASV-Bus stets sauber zurückgeben. „Bitte gebt das weiter,“ bat Hekele und beschloss die Veranstaltung. elk