Bisher Verantwortliche hinterlassen ein wohlgefülltes Sparbuch

von Redaktion

Langjährige Höslwanger Ratsmitglieder und die Verwaltungsmitarbeiterin verabschiedet

Höslwang – Der Zweite Bürgermeister Josef Kink leitete die jüngste Versammlung, da sich der Erste Bürgermeister Johann Murner seit Längerem im Krankenstand befindet. Kämmerin Yvonne Aichenauer stellte die Zahlen der Jahresrechnung 2025 und des Haushaltes 2026 vor. Das vorläufige Ergebnis der Jahresrechnung 2025 ergibt im Gesamthaushalt 4,79 Millionen Euro. Der Schuldenstand ist weiter sinkend und wird planmäßig Ende 2026 109.000 Euro betragen, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 91 Euro entspricht. Dem entgegen steht ein Guthaben von 5,22 Millionen Euro zum Jahresende 2025. Für 2026 beträgt der Gesamthaushalt 5,9 Millionen Euro.

Im letzten Jahr wurden die Straße nach Dobl sowie die Kreuzbergstraße erneuert. Da größere Baumaßnahmen bei der Wasserversorgung durchgeführt wurden, bot sich eine Erneuerung der Straßen an. Die neue Mittelschule Bad Endorf ist bezogen, eine hochmoderne Schule, so Kink.

Eine Vollzugsmeldung gibt es von der Dorferneuerung. Nach einem Jahrzehnt an Schriftverkehr und Verhandlungen konnte kurz vor der Bürgerversammlung der sogenannte Südhang vor der Kirche durch die Gemeinde gekauft werden. Es handelt sich um das steile Grundstück mit Bäumen südlich der Kirche und der Straße Weingarten.

Der Breitbandausbau verzögert sich weiter, der Förderbescheid hängt laut Rathaus bei den Genehmigungsbehörden. Neue Erkenntnisse ergaben sich bei der ersten urkundlichen Erwähnung von Höslwang. War man bisher davon ausgegangen, dass der Ort 900 Jahre alt ist, so gibt es neue Quellen, die auf 950 oder sogar über 1.000 Jahre hindeuten könnten. Hierzu laufen genauere Nachforschungen.

Eine kuriose Zahl kommt von den Hundekotstationen. Fünf Stationen mit sieben Mülleimern erzeugten einen Verbrauch von 17.000 Kotbeuteln. Es wäre wünschenswert, wenn die gefüllten Tüten auch in den Mülleimern landen würden und nicht in der Landschaft.

Einen Zwischenbericht gibt es zur Nahwärmeversorgung. Die gesetzlich erforderliche kommunale Wärmeplanung ist erfolgt. Auch hier hängt die weitere Bearbeitung am noch nicht erfolgten Förderbescheid. Dieser muss abgewartet werden, so Michael Perkmann vom Regionalwerk Chiemgau/Rupertigau. Ein Weiterarbeiten an der konkreten Planung wäre förderschädlich. Nach Bewilligung kalkuliert man mit weiteren maximal zwei Jahren für die Detailplanung und bis zu vier Jahren für die Bauausführung. Auch die Beratung der einzelnen Interessenten, so der Fachmann, kann leider erst nach Erteilung des Förderbescheids erfolgen.

Verabschiedet wurden die ausscheidenden Gemeinderäte sowie der scheidende Bürgermeister Johann Murner. 24 Jahren im Gemeinderat ließ er eine Amtsperiode als Bürgermeister folgen. Hermann Rieplhuber war 30 Jahre Gemeinderat und damit genauso lange kommunalpolitisch engagiert.

Katharina Hell und Robert Kailer brachten es jeweils auf 24 Jahre im Gemeinderat, Josef Heinrichsberger und Michael Kink auf 18 Jahre. Stefanie Kästner und Johann Schuster waren eine Amtsperiode im Gemeinderat.

Verabschiedet wurde auch Gertraud Polz. Die Verwaltungsmitarbeiterin, viele Jahre lang Anlaufstelle für alle Anliegen der Höslwanger, geht in den Ruhestand. Johann Stübl

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