Samerberg – Am 30. April um 18 Uhr hatte er es geschafft: Georg Huber durfte nach 24 Jahren das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Samerberg niederlegen. Und feierte dies mit einem gebührenden Abschied.
Es sollte nichts Großes sein. Das Kommen der Gäste völlig ungezwungen. Jeder, der sich an diesem Abend von Bürgermeister Georg Huber verabschieden wollte, war herzlich willkommen. Weggefährten, Freunde, Begleiter, Kollegen und Vereine.
Besser planen?
Schier nicht möglich
Und es war so herrlich, besser hätte man es nicht planen können. Der Dorfplatz in Törwang vor dem Rathaus füllte sich schnell und ehe Georg Huber seine Gäste begrüßen konnte, hörte man eine Straße weiter die Musikkapelle Samerberg.
Sie spielte, begleitet von den Abendsonnenstrahlen an diesem Tag, die Fahnenabordnungen aller Samerberger Vereine in den Dorfplatz herein, um so ihrem langjährigen Bürgermeister noch einmal Danke zu sagen. Danke für 24 Jahre gute Zusammenarbeit und Unterstützung in allen erdenklichen Lagen. Es war ein Bild, das alle Feiernden auf dem Dorfplatz gleichermaßen staunen ließ.
Fritz Dräxl, Hauptmann der Gebirgsschützen Samerberg, ergriff im Namen der Vereine das Wort und bedankte sich bei Georg Huber für die vielen Jahre, in denen den Worten auch Taten folgten. Als gelernter Metzgermeister überreichte er ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk: Ein „Bürgermeisterstück“ sollte es sein, denn das beste Stück Fleisch sei seit jeher für den Bürgermeister bestimmt gewesen.
Und sie sind alle gekommen: Freunde und Familie, Bürgermeisterkolleginnen und -kollegen aus allen Nachbarsgemeinden, Landrat Otto Lederer, Fraktionssprecher und Kreisrat der Parteifreien/ÜWG Dieter Kannengießer, die Brannenburger Polizeichefin Polizeihauptkommissarin Karin Walter, Marisa Stegmüller von der Flötzinger Brauerei, Vertreter aller Samerberger Vereine, die Geistlichkeiten der Pfarrei Törwang und viele, viele mehr.
Das Schönste an dieser Veranstaltung war der legere und ungezwungene Rahmen. Jeder, der etwas sagen wollte, durfte dies tun, gleichzeitig gab es kein Programm und keine endlos wirkenden Reden. Ein weiterer Höhepunkt war der Fahrzeugkorso der Feuerwehren am Samerberg. Alle drei Wehren verabschiedeten sich von Georg Huber mit einer Kolonne quer über den Dorfplatz, um so auch noch einmal zu zeigen, zu welcher Größe sie es zusammen mit ihrem Bürgermeister in den vergangenen 24 Jahren geschafft hatten. Als gebührenden Abschluss der Musikkapelle Samerberg durfte Georg Huber noch einmal das Stück „Lasset uns das Leben genießen“ dirigieren. Dieser Moment war so ergreifend, dass der ganze Dorfplatz im Takt mitklatschte und sich mit ihrem „alten“ Bürgermeister freute. Auch für das leibliche Wohl war an diesem Abend bestens gesorgt und so verweilten alle Gäste, bis die Sonne unterging.
Bodenständig, herzlich
und liebenswert
Bürgermeister Georg Huber betonte mehrmals, er habe nur seinen Job getan. Doch genau diese bodenständige, herzliche und liebenswerte Art und Weise ist es, die ihn bei allen gleichermaßen beliebt machte. Er hatte für alles und jeden stets ein offenes Ohr und wusste genau, wann der richtige Zeitpunkt fürs Eingreifen war.