Nußdorf – Für das frühere Alten- und Pflegeheim St.Benedikt am Hochriesweg, das seit geraumer Zeit als Unterkunft für Asylbewerber dient, beginnt die nächste Phase. Da der Vertrag mit dem Landratsamt ausläuft, treibt die Gemeinde nun die weitere Entwicklung des Areals voran.
Gemeinde treibt
Entwicklung voran
In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Bürgermeisterin Susanne Grandauer dem Gremium die Bekanntmachung zur Grundstücksvergabe vor. Damit wird aus den bisherigen Überlegungen nun ein konkretes Verfahren für einen wichtigen Standort im Ort. Der Gemeinderat billigte die Bekanntmachung einstimmig; sie soll nun umgehend veröffentlicht werden. Die Unterlagen wurden zuvor mit einem Rechtsanwalt abgestimmt.
Dabei verfolgt die Gemeinde weiterhin einen zweigleisigen Ansatz. Während sie mit dem gemeinsam mit Rotem Kreuz, Diakonie und WOFA organisierten Informationsabend zur Wohnungssuche frühzeitig soziale Verantwortung für die derzeit noch dort untergebrachten Bewohner übernommen hat, wird nun auch die künftige bauliche Nutzung des Grundstücks geordnet vorbereitet. So verbindet Nußdorf die Begleitung des Übergangs mit einer langfristigen Perspektive für den Standort.
Die Ausschreibung zeigt, dass die Gemeinde das Areal nicht einfach verkaufen, sondern gezielt weiterentwickeln will. Das rund 2.660 Quadratmeter große Grundstück südöstlich des Ortszentrums und westlich des Kalkofenwegs soll durch einen privaten Investor entwickelt werden, wobei der Schwerpunkt klar auf Wohnraum für die örtliche Bevölkerung liegt. Vorgesehen sind vor allem Wohnungen für Senioren, junge Familien sowie Alleinstehende oder Paare. Ergänzend sind auch soziale oder gewerbliche Nutzungen möglich, wenn sie dem Standort und der Gemeinde dienen.
Für die Bebauung setzt Nußdorf einen klaren Rahmen. Zulässig sind bis zu drei Vollgeschosse, die Stellplätze sollen überwiegend in einer Tiefgarage untergebracht werden, der Grünbereich entlang des Steinbachs muss frei bleiben. Zudem fordert die Gemeinde eine ortsbildgerechte, nachhaltige und barrierefreie Planung. Auch eine Änderung des Bebauungsplans wird ausdrücklich in Aussicht gestellt, falls sie für eine tragfähige Lösung erforderlich ist.
Sozialen Übergang
begleiten und sichern
Mit dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats ist die Richtung damit klar vorgegeben. Für Nußdorf ist das der folgerichtige nächste Schritt: Nach der Begleitung des sozialen Übergangs schafft die Gemeinde nun die Grundlage für eine geordnete und zukunftsfähige Entwicklung eines Standorts, der für den Ort seit Jahren von besonderer Bedeutung ist.re