Finanziell schwach, aber sonst ganz stark

von Redaktion

Harmonische Bürgerversammlung in Söchtenau – Fragen und Anmerkungen nur beim Straßenbau

Söchtenau – Etwa 100 Interessierte waren der Einladung zur Bürgerversammlung ins Gasthaus Schmidmayer in Schwabering gefolgt. Wie sich im Laufe des Abends herausstellte, sind sie mit ihrer Gemeinde und deren Verantwortlichen überwiegend zufrieden.

Zunächst informierte Bürgermeister Bernhard Summerer über einige statistische Entwicklungen in der Gemeinde. Dabei führte er unter anderem aus, dass die Einwohnerzahl mit 2.939 gemeldeten Personen relativ unverändert ist und im Gemeindegebiet sage und schreibe 42 verschiedene Nationalitäten leben.

Im Landkreis immer
im untersten Drittel

Marco Binder, der bei der Kommunalwahl nicht erneut kandidierte, stellte den Finanzbericht 2025 vor. Er führte aus, dass die Gemeinde Söchtenau im finanziellen Bereich im Vergleich mit den anderen Landkreisgemeinden fast überall im hinteren Drittel landet. Die einzelnen Haushaltsstellen bewegten sich im Wesentlichen im Bereich der vom Gemeinderat geplanten Größenordnungen. Der Gesamthaushalt lag bei insgesamt etwa 13 Millionen Euro. Bedeutendste Einnahmequellen waren mit 900.000 Euro die Gewerbesteuer und mit fast zwei Millionen Euro die Einkommensteuerbeteiligung. Die staatliche Schlüsselzuweisung betrug 850.000 Euro. Auf der Ausgabenseite schlugen die Personalausgaben mit 2,3 Millionen Euro und die Kreisumlage mit 1,6 Millionen Euro zu Buche.

Bedeutendste Ausgaben sind mit 1,7 Millionen Euro der Umbau des Kindergartens sowie mit einer Million Euro der Ankauf von Grundstücken. Der Schuldenstand der Gemeinde erhöhte sich von 1,2 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 2,7 Millionen Euro. Nach derzeitiger Prognose werden sich die Schulden jährlich um circa 100.000 Euro reduzieren.

Bürgermeister Bernhard Summerer ging auszugsweise auf einige Projekte und Entwicklungen der Gemeinde ein. Dabei betonte er, dass die Gemeinde als Träger des Hauses für Kinder „Sternschnuppe“ besonders stolz auf diese soziale Einrichtung mit einem offenen, freundlichen und kollegialen Team ist. Der Umbau des alten Feuerwehrhauses in Schwabering in einen Kindergarten schreitet wie geplant voran und steht nach derzeitigen Sachstand ab dem Schuljahr 2026/2027, sprich ab September, voll zur Verfügung. Auch die Baukosten liegen ohne Überschreitungen im geplanten Rahmen.

Zum Schulwesen ging er neben der seit 2025 in Söchtenau umgesetzten Mittagsbetreuung auf den Neubau der Mittelschule in Bad Endorf ein. Die Baumaßnahmen sind abgeschlossen und der Einzug der Schüler ist bereits erfolgt. Allerdings wird die Schulverbandsumlage, die sich nach der Anzahl der Söchtenauer Kinder und Jugendlichen berechnet, erheblich steigen. Diese Folgen werden sich, wie zu erwarten, auch auf die zukünftigen Finanzplanungen der Gemeinde auswirken.

Nach Erläuterungen zu einigen Baumaßnahmen, der Vergabe von Baugrundstücken sowie geplanten Vorhaben im Straßen- und Wegebau bedankte sich der Bürgermeister insbesondere bei der Feuerwehr, der Bücherei und dem Bauhof sowie allen anderen ehrenamtlich Tätigen für deren Engagement im Sinne des Gemeinwohls. Dabei erinnerte er auch an das überwältigende Engagement der Bevölkerung zur gemeindlichen 1.101-Jahr-Feier mit den Worten „es war so toll, dass ich gelegentlich Tränen in den Augen hatte“.

Fragen und Anregungen
zum Straßenbau

Anschließend beantwortete er noch einige Fragen der Anwesenden. Dabei ging es neben Fragen und Anregungen zum Straßenbau insbesondere um die zukünftige Nutzung des ehemaligen „Fischerstüberls“ in Krottenmühl als Café mit Seminarräumen. Hierzu erklärte Summerer, dass die Gemeinde rechtlich keine Möglichkeiten habe und allein die Besitzerinnen über die Nutzung entscheiden.

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