Großer Bedarf und noch größere Akzeptanz

von Redaktion

Die Inntal-Schule in Brannenburg feiert am morgigen Freitag ihren 50. Geburtstag

Brannenburg – Die Inntal-Schule Brannenburg feiert am 8. Mai ihren 50. Geburtstag. Das Sonderpädagogische Förderzentrum versteht sich als Lebensraum mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache und emotional-sozialer Entwicklung. „Ein wichtiges Ziel unserer Schule ist es, Motivation und Freude am Lernen zu vermitteln und damit eine harmonische und ganzheitliche Entwicklung zu ermöglichen“, heißt es auf der aktuellen Homepage der Inntal-Schule.

Mut, Selbstvertrauen und
ganzheitliche Entwicklung

Ein Blick zurück in die Entstehungsgeschichte der Schule zeigt, dass dieses Anliegen schon bei der Gründung der „Sondervolksschule Brannenburg“ vor 50 Jahren im Mittelpunkt stand. „Die Sonderschule soll den Kindern, die in der Volksschule durch ihre Lernschwächen überfordert sind, durch angemessene Lehrmethoden und Anforderungen wieder Mut, Selbstvertrauen und eine positive Arbeitshaltung geben.“, heißt es in einem OVB-Artikel vom März 1977.

Wie groß der Bedarf in der Region, aber auch die Akzeptanz der Eltern war und ist, spiegelt sich in der kontinuierlichen räumlichen Vergrößerung der Schule wider, die am 16. September 1976 mit zwei Klassen ihren Betrieb im Gebäude der ehemaligen Volksschule Brannenburg an der Pienzenauerstraße aufnahm. Vorausgegangen war ein Antrag der Leitungen der verschiedenen Inntaler Volksschulen auf Errichtung einer wohnortnahen Sonderschule. Zuerst sollte diese über die Rupert-Egenberger-Schule in Bad Aibling geleitet und verwaltet werden, aber bereits im September 1976, pünktlich zu Schulbeginn, gab es einen Regierungsbescheid für eine eigenständige Sonderschule Brannenburg.

Zwei Lehrer, Erich Schwarz und Maria Neudecker, unterrichteten in zwei Klassen insgesamt 29 Kinder. Um noch früher mit der individuellen Förderung beginnen zu können, startete bereits 1978 ein Modellversuch zur Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE). Schon bald stieß die Sonderschule Brannenburg an ihre räumlichen Grenzen und es mussten bereits Klassen ausgelagert werden, denn immer mehr Schüler aus dem großen Einzugsbereich zwischen Bad Feilnbach, Raubling, Samerberg und Kiefersfelden nutzten das breite Förderspektrum in Brannenburg. Ein Anbau in den Jahren 1993/94 und die beiden Erweiterungsbauten sowie die Generalsanierung machten das Sonderpädagogische Förderzentrum, das seit 2011 den Namen „Inntal-Schule“ trägt, immer wieder fit für die gestiegenen Anforderungen.

Derzeit besuchen rund 150 Schüler das Sonderpädagogische Förderzentrum und erhalten dort einen differenzierten Unterricht, der sich am individuellen Entwicklungs- und Lernprozess der Schüler orientiert. Bei der SVE steht die Früherkennung des Förderbedarfs im Mittelpunkt, um das Kind auf dem Weg zur Schulfähigkeit zu begleiten. In der Grund-, Mittel- und Oberstufe werden Freude am Lernen, eigenständiges Arbeiten und Persönlichkeitsentwicklung altersgerecht und individuell gefördert. Abschließendes Ziel ist eine zunehmend selbstständige Lebensführung und Unterstützung beim Weg in die Arbeitswelt. Zur Seite steht den Schülern und Schülerinnen dabei ein breit aufgestelltes Team an Pädagogen und Therapeuten.

Morgen gibt es einen
Maibaum zum Jubiläum

Gefeiert wird das 50-jährige Jubiläum der Schule am morgigen Freitag mit einem breiten Programm der Schulgemeinschaft und einem Maibaum-Aufstellen.

Artikel 1 von 11