Frasdorf – Die letzten sechs Jahre seien von einem schönen Miteinander geprägt gewesen, sagte der im Amt bestätigte Bürgermeister Frasdorfs, Daniel Mair (CSU), bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates im Sitzungssaal des Rathauses. Er hoffe, dass sich das auch in der kommenden Amtsperiode so fortsetzen werde.
Zuerst wurden die fünf neuen Gemeinderäte – Veronika Schneiderbauer (CSU), Xaver Brehmer (CSU), Martin Haller (Parteifreie Wählergruppe Frasdorf, PWGF), Maximilian Kronast (Freie Wählergemeinschaft Wildenwart, FWW) und Helmut Freund (Bayernpartei) – vereidigt. Alle fünf wählten bei der Abnahme des Eides „ich schwöre“ und das „so wahr mir Gott helfe.“
Zwei Stellvertreter
haben sich bewährt
Dann ging es um das Amt des Zweiten und Dritten Bürgermeisters. Es habe sich bewährt, nicht nur einen Stellvertreter, sondern auch einen Dritten Bürgermeister zu haben, erklärte Mair. Nichtsdestotrotz müsse darüber abgestimmt werden, ob der Gemeinderat das auch so sehe. Einstimmig fiel der Beschluss für einen Dritten Bürgermeister. „Ein guter Start,“ lächelte Mair.
In geheimer Wahl wurde schriftlich zuerst über den Zweiten Bürgermeister und später über den Dritten Bürgermeister abgestimmt. Auf Josef Prankl von der PWGF, der auch schon in der vorherigen Legislaturperiode das Amt des Zweiten Bürgermeisters innehatte, entfielen elf von 17 Stimmen, Gabriele Stein (Freie Wählergemeinschaft Umrathshausen, FWGU) bekam fünf und Josef Enzinger (PWGF) eine. Damit entfällt die Mehrheit der Stimmen auf Josef Prankl, beschied Wahlleiter und Geschäftsleiter Andreas Oppacher. Prankl bedankte sich für das Vertrauen und nahm die Wahl zum Zweiten Bürgermeister an. Dritte Bürgermeisterin war von 2020 bis 2026 Gabriele Stein. Auch in der kommenden Legislaturperiode wird sie ihr Amt fortsetzen. Bei der geheimen Wahl entfielen auf sie 15 Stimmen, Josef Enzinger bekam eine Stimme. Außerdem wurde eine Leerstimme abgegeben. Mair nahm seinen beiden Stellvertretern den Amtseid ab.
Etliche Änderungen
in der Geschäftsordnung
Als nächster Punkt stand die „Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts“, besser bekannt als Geschäftsordnung, an. Nach kurzer Diskussion stimmten die Gemeinderäte für einige Änderungen beispielsweise beim Sitzungsgeld (wird von 25 auf 40 Euro angehoben), bei der Verteilung der Ausschussmitglieder nach Hare-Niemeyer (bleibt) und bei den Vertretern für Ausschussmitglieder. Hier soll, anders als früher, nicht nur ein Stellvertreter benannt werden, sondern mehrere, „damit die Stimme nicht verloren geht,“ wie Mair betonte. Weitere Änderungen betreffen die Sitzung an sich: So wird der Bauausschuss künftig ab 19 Uhr tagen, ab 19.15 Uhr beginnt dann die öffentliche Gemeinderatssitzung. Die Ladung ergeht schriftlich – „als Ergänzung,“ wie Oppacher sagte – und per E-Mail. „Damit wahren wir die Ladungsfrist.“ Die Änderungen werden nun eingearbeitet, die Geschäftsordnung wird dann als Abschrift allen Gemeinderäten zugestellt, sagte Oppacher noch.
Im weiteren Verlauf der Sitzung ging es um die Besetzung der Ausschüsse sowie um Posten für Vertreter in anderen Organisationen und das Amt des Jugendbeauftragten. Hierfür hatte sich schon vorab Veronika Schneiderbauer bereit erklärt, sie wurde per Akklamation auch einstimmig ins Amt gewählt.
Im Kuratorium der Bürgerstiftung werden neben Bürgermeister Mair künftig Christine Domek-Rußwurm (CSU) und Christian Stocker (FWW) sitzen. Die Gemeinde Frasdorf wird im AZV Achental-Priental neben Bürgermeister Mair Josef Prankl (beziehungsweise als Stellvertreter Josef Enzinger) und Helmut Freund (beziehungsweise als Stellvertreter Martin Haller) vertreten.
Inhaltliche Arbeit
beginnt am 26.Mai
Viel Organisatorisches, befand der Rathauschef. Aber das müsse gerade am Anfang einer Wahlperiode auch sein. Richtig los geht es dann mit der nächsten Sitzung am 26. Mai.