Söchtenau – Florian Ott, Seniorenbeauftragter der Gemeinde Söchtenau, und die neue Quartiersmanagerin Ursula Hendrich stellten bei der Bürgerversammlung den Besuchern das Projekt „Leben und Wohnen im Alter“ vor. Die Tatsache, dass auch in Söchtenau die Bevölkerung immer älter wird, hatte Ott zur Erarbeitung eines Konzeptes veranlasst, welches der demografischen Entwicklung und den damit einhergehenden Anforderungen gerecht wird.
Bedarfsgerechte
Entwicklung des Dorfes
Das Ziel des Projektes umschrieb der engagierte Seniorenbeauftragte mit den Worten, „eine bedarfsgerechte, wirtschaftlich tragfähige, zukunftsorientierte und akzeptierte Entwicklung voranzutreiben“. Diese „Reise der Gemeinde Söchtenau zu einem Quartiersmanagement“ ist laut Landratsamt Rosenheim ein wahres Vorzeigeprojekt, wie Ott den interessierten Zuhörern erzählte.
Die einzelnen Schritte zur Umsetzung des Vorhabens gehen von der Gründung einer Arbeitsgruppe über Bürgerbefragungen bis hin zur Entwicklung und Umsetzung von Ideen. Beteiligt wurden hierbei fachlich kompetente und mit einem historischen Wissen ausgestattete Personen aller Ortsteile und Altersgruppen. Auch mit dem Sozialministerium als Fachbehörde wurde Kontakt aufgenommen. Beim weiteren Vorgehen wurden eigens erstellte Fragebögen zu Wünschen, Bedürfnissen und Ideen persönlich an den Haustüren verteilt. Durch den Rücklauf von etwa 250 ausgefüllten Fragebögen war den Verantwortlichen des Projekts eine fundierte Analyse und Bewertung möglich. Bei den folgenden Thementagen wurden Ideen entwickelt und praxisnahe Problemlösungen für verschiedenste Bereiche gesucht. Dabei wurden beispielsweise die Probleme eines Rollstuhlfahrers am Kinderspielplatz erprobt, das Zimmer eines Altenheimes nachgebaut und Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige gesucht. Die Umsetzung der erarbeiteten Erkenntnisse erfolgte anschließend im Rahmen einer Klausur.
Ergebnis sowohl dieser Klausur als auch der vorausgehenden Projektarbeiten war die Zustimmung zu einem Quartiersmanagement mit der Einstellung einer Quartiersmanagerin. Die Startphase ist mit diesem Ergebnis zunächst beendet und Bürgermeister Summerer verabschiedete alle engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Dank der Gemeinde und einer Medaille.
Mobilität der Senioren
hat Vorrang
Im Anschluss an die Schilderungen von Florian Ott stellte sich die neue Quartiersmanagerin Ursula Hendrich den Anwesenden der Bürgerversammlung persönlich vor. Ihren Aufgabenbereich skizzierte sie damit, dass sie eine „Kümmerin“, Betreuerin und Unterstützerin für die Umsetzung des Konzepts anhand einer erarbeiteten Prioritätenliste sei. Dabei sind Nachbarschaftshilfe und die Förderung der Mobilität vorrangigste Ziele. Zudem bietet sie verschiedenste Beratungen sowie Hilfe beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen an. Auch die Einführung runder Tische ist geplant, Fernziel sei jedoch die Entwicklung eines Senioren-Wohnprojekts.
Bürgermeister Bernhard Summerer erklärte abschließend, dass „Leben und Wohnen in der Gemeinde Söchtenau“ für alle Altersgruppen für ihn oberstes Ziel sei und dieses gemeinsam erreicht werden kann. Wenn viele mittun.