Ein Stück religiöse und dörfliche Kultur weitergetragen

von Redaktion

Erneuertes Hofkreuz bei der Marienkapelle gesegnet

Samerberg – Ein Hofkreuz ist mehr als ein Zeichen am Weg. Es erzählt von Glauben, Herkunft, Handwerk und von Menschen, die Verantwortung übernehmen für das, was ihnen anvertraut ist. In Schilding wurde jetzt das erneuerte Hofkreuz der Familie Mayer bei der Marienkapelle gesegnet.

Zwischen Häusern, Gärten und dem frischen Grün des Frühlings stand das neu errichtete Kreuz im Mittelpunkt – schlicht, würdig und mit großer handwerklicher Sorgfalt gefertigt. Diakon Günter Schmitzberger leitete die Maiandacht und nahm die Segnung des Kreuzes vor. Musikalisch wurde die Feier von einer Bläsergruppe begleitet, deren Weisen dem Abend einen besonders festlichen Rahmen gaben.

Das Hofkreuz wurde in den vergangenen Wintermonaten von Bartholomäus Mayer gemeinsam mit seinen Onkeln Engelbert und Sepp in Eigenleistung gebaut. Entstanden ist es in der Schreinerwerkstatt von Engelbert Mayer. Als Material wurde Eiche gewählt – bewusst robust, dauerhaft und mit der Hoffnung verbunden, dass das Kreuz viele Jahrzehnte Bestand haben möge.

Bei der Segnung wurde sichtbar, welche Bedeutung solche Zeichen im Dorf bis heute haben. Das Kreuz steht nicht abseits, sondern mitten im Leben: am Weg, nahe bei den Häusern, umgeben von Menschen, Musik, Gebet und dem stillen Respekt vor einer Tradition, die nicht laut sein muss, um stark zu wirken.

Die Familie Mayer hat mit dem neuen Kreuz nicht nur ein altes Zeichen erneuert, sondern auch ein Stück religiöser und dörflicher Kultur weitergetragen.nit

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