Bad Feilnbach/Prien – Sieben Jahre lang fand in der Sektion Chiemgau keine Schweißprüfung für Dackel statt. In diesem Jahr war es endlich wieder so weit: Gemeinsam mit der Sektion Wendelstein nahmen drei Mitglieder der Sektion Chiemgau an der Prüfung teil.
Alle Teilnehmer und Helfer trafen sich pünktlich um 9 Uhr, sodass der organisatorische Ablauf mit Richterbesprechung, Ahnentafelkontrolle, Chipüberprüfung sowie der Verlosung reibungslos beginnen konnte. Nebenbei bestand die Möglichkeit, sich mit Kaffee und Butterbrezen zu stärken.
Herausforderung
auf der Schweißfährte
Vor Beginn musste die Hündin „Nelly vom Weiholz“ von Julia Kollmannsberger aus Prien noch ihre Schussfestigkeit unter Beweis stellen, was sie souverän meisterte. Zudem war Nelly die jüngste Teilnehmerin.
Bevor alle gemeinsam ins Revier aufbrachen, bliesen drei Musiker ein Halali auf ihren Hörnern – eine stimmungsvolle Tradition, die von allen Anwesenden sehr geschätzt wurde.
Während jeweils ein Gespann arbeitete, warteten die übrigen Teilnehmer am Feldweg – teils angespannt, teils entspannt. Das Signal des Jagdhorns wurde jedesmal mit Freude aufgenommen, denn es zeigte an, dass der Hund erfolgreich zum Stück gefunden hatte.
Die Schweißprüfung stellt für die Hunde eine große Herausforderung dar: Sie müssen eine mindestens 1.000 Meter lange, bereits 24 Stunden zuvor gelegte Schweißfährte ausarbeiten. Dabei spielt neben der Ausbildung auch die jeweilige Tagesform der Hunde eine entscheidende Rolle. Alle Gespanne meisterten die gestellten Aufgaben erfolgreich, sodass man sich anschließend zum gemeinsamen Essen einfand und den Tag in angenehmer Atmosphäre Revue passieren ließ.
Die anschließende Preisverleihung wurde von Richterobmann Jürgen Völkl durchgeführt. In diesem Zusammenhang lobte er alle Teilnehmer, da bei der Arbeit der Dackel deutlich zu erkennen war, dass im Vorfeld intensiv mit ihnen geübt worden war.
Höchstpunktzahl für den
jüngsten Prüfling
Aus der Sektion Chiemgau schloss Martin Obermaier aus Waging mit „Ottokar von der Reiteralm“ im III. Preis mit 50 Punkten ab. Janina Röslmair aus Bruckmühl schloss mit „Obelix von der Reiteralm“ im ersten Preis mit 92 Punkten. Julia Kollmannsberger aus Prien erzielte die Höchstpunktzahl und schloss im ersten Preis mit 100 Punkten ab. Der Obmann für den Jagdgebrauch und zugleich Richter an diesem Tag, Florian Krammer, überreichte ihr den hölzernen Wanderpreis.
Die Sektion Chiemgau bedankte sich bei der Vorsitzenden der Sektion Wendelstein, Anna Lindlmaier, für die Organisation der Schweißprüfung, bei den drei aufmerksamen Richtern, bei den Revierinhabern für die Bereitstellung ihrer Reviere sowie beim Rehtransporteur Toni Millauer.