Von Schloßberg nach Altötting zu Fuß in zwei Tagen

von Redaktion

Tradition seit über 200 Jahren – 100 Wallfahrer unterwegs

Stephanskirchen-Schloßberg – Seit über 200 Jahren ziehen im Mai Fußwallfahrer aus dem Landkreis Rosenheim und dem Oberland von der Schloßberger Kirche St. Georg zur Basilika in Altötting. Rund 100 Wallfahrer beteiligten sich heuer.

Das erste Etappenziel ist Frabertsham. Dort wird in Gaststätten genächtigt, viele Pilger werden von Bauern der umliegenden Höfe nach altem Brauch zur Übernachtung und zum Frühstück in Empfang genommen.

Am Samstag geht es bereits um 5.30 Uhr weiter Richtung Altötting. An der kleinen „Reiterberger-Kapelle“ treffen auch die Wallfahrer mit dem Auto ein, die nur einen Tag wallfahren wollen. Das Besondere an dieser Wallfahrt ist, dass sie nicht von kirchlicher Seite organisiert wird, sondern von einem Pilgerführer vorbereitet und durchgeführt wird.

Drei Holzknechte aus Au bei Bad Aibling mussten im Heer Napoleons nach Moskau marschieren. Sie gelobten, falls sie gesund in die Heimat zurückkehren, zu Fuß nach Altötting zur Gnadenmutter zu gehen. Nach und nach schlossen sich andere Marienverehrer an und so ist ein respektabler Zug von Fußpilgern daraus geworden, die ihre Anliegen und Sorgen nach Altötting tragen.ps

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