Die sieben Zwerge auf dem Weg zur Arbeit.Foto Mullen
Kiefersfelden/Kufstein – Eine Gruppe von 16 Freiwilligen engagiert sich im Rahmen eines Bergwaldprojekts des österreichischen Alpenvereins im Mai, um einen Wald wieder klimafit zu machen. Das Einsatzgebiet liegt im Naturschutzgebiet Kaisergebirge auf etwa 800 bis 1.500 Höhenmetern. Und dort schneite es an diesen Maitagen noch einmal.
Der betroffene Wald ist nicht nur ein wichtiger Schutzwald, welcher Schutz vor Erosion, Lawinen und Steinschlag bietet, sondern auch ein essenzieller Quellschutzwald, welcher die hohe Qualität des Trinkwassers sichert, so der österreichische Alpenverein in einer Pressemitteilung.
Zukunftsfähige Bäume
am Berg pflanzen
Aufgrund von schweren Sturm- und Schneebruchschäden liegt der Fokus dieses Jahr bei der Aufforstung des Waldes mit zukunftsfähigen Bäumen, wie dem Bergahorn, der Eberesche, der Bergulme und der Stieleiche. Das Ziel ist es, vielfältige und stabile Mischwälder zu schaffen.
Außerdem wichtig ist das Frattenlegen. Dabei werden Äste gesammelt und an sinnvoller Stelle aufeinandergeschichtet, um kleinen Tieren wie Insekten oder Kleinsäugern einen geschützten Lebensraum zu bieten. Ein weiterer positiver Effekt des Frattenlegens ist die Freilegung von Waldflächen, um einen geeigneten Lebensraum für das Auerwild zu schaffen.
Trotz Schnee- und Regenwetter während der gesamten Projektwoche zeigen sich die Freiwilligen motiviert und pflanzen schon am ersten Tag 600 Bäume. Für die frisch gesetzten Pflanzen sind die nassen Bedingungen ideal. Auch wenn dadurch die Arbeit im steilen Gelände erschwert wird, bleibt die Stimmung der Gruppe stets positiv. Die gemeinsamen Hüttenabende machen die Woche für viele zu einem besonderen Erlebnis.
Das Bergwaldprojekt erweist sich als Erfolg: Bereits in wenigen Tagen können die 16 freiwilligen Helfer deutliche Fortschritte erzielen und wichtige Grundlagen für einen klimafitten Wald schaffen.
16 Freiwillige können in
einer Woche viel erreichen
Begleitet wurde der Einsatz von dem ehrenamtlichen Projekt- und Gruppenleiter Klaus Freisinger und dem Gruppenleiter Rudi Kreiner sowie fachlich von Markus Wallner von der Forstinspektion Kufstein. „Man unterschätzt, wie viel 16 Freiwillige in einer Woche erreichen können“, betont Projektleiter Freisinger.