Rott/München – Noch am Tag vor der Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Bau und Verkehr im Bayerischen Landtag lief angeblich alles auf einen Kreisverkehr an der Abzweigung B15/Innbrücke hinaus. Umso größer dann die Überraschung über den Verlauf der Ausschusssitzung, so eine Mitteilung der Freien Wähler Rott.
Statt einer Unterstützung für die Kreisellösung sei die Ampellösung in der Sitzung als „gleich gut oder besser“ dargestellt worden. Gestützt auf ein Verkehrsgutachten, das dem Petenten, Nepomuk Poschenrieder für die Freien Wähler Rott, trotz mehrfacher Nachfrage vorab nicht vorgelegt wurde.
Nach Ansicht der Petenten wurde das deutlich gestiegene Verkehrsaufkommen nach Fertigstellung der Westtangente Rosenheim nicht berücksichtigt. Gerade bei einer derart wichtigen Frage der Verkehrssicherheit brauche es größtmögliche Transparenz, heißt es in der Pressemitteilung weiter.
Vor diesem Hintergrund stellt sich für viele Unterstützer die Frage, welches Gewicht am Ende stärker zähle: knapp 4.000 Unterschriften von Bürgern sowie die Position zweier betroffener Gemeinden – oder ein Gutachten, das weder öffentlich zugänglich sei noch die Verkehrsentwicklung ausreichend abbilde.
Als Argumente für die Ampellösung seien unter anderem die schnellere Umsetzbarkeit sowie geringere Kosten genannt worden. Eine Ampel als Überbrückung bis zum Kreiselbau fand im Landtag zu wenig Befürworter.
Kritisch sehen die Unterstützer, dass durch die Beauftragung der Baumaßnahmen bereits Fakten geschaffen wurden, obwohl die Petition noch nicht abschließend behandelt worden sei.