Brannenburg – Zur Jahresversammlung lud die Feuerwehr Brannenburg in die Wendelsteinhalle ein. Im Mittelpunkt standen der Jahresrückblick sowie die Ehrungen von langjährigen Mitgliedern.
In seinem Bericht ging Vorsitzender Matthias Breunig auf das 155-jährige Bestehen ein. Er zeigte sich sehr zufrieden mit dem Festverlauf und bedankte sich noch einmal bei allen Landwirten, welche Flächen zur Verfügung stellten. Ein besonderer Dank galt Lorenz Unker, der dem Kernbauern eine Futterspende machte wegen der Verluste durch den Festzeltplatz. Zum Ende seiner Rede gab er noch einen Ausblick auf die Termine in diesem Jahr, welche durch viele Feuerwehrfeste geprägt sind.
Florian Burghardt informierte im Bericht des Kommandanten über die 35 Einsätze, bei denen 623 Einsatzstunden geleistet wurden. Der Aktivenstand beträgt derzeit 84 Mann, wovon 26 Anwärter sind. Zufrieden zeigte er sich abermals mit der Tagesalarmstärke, welche gesteigert werden konnte und im Durchschnitt bei 15 Mann lag, da dies in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich ist und für viele Feuerwehren ein Problem darstellt. Bei den Übungen merkte der Kommandant an, dass man dieses Jahr bewusst reduziert hat, aufgrund der Vorbereitungen für das Gründungsfest. So waren es dieses Jahr 24 Übungseinheiten, in denen verschiedene Einsatzszenarios nachgestellt wurden. In zwei Unterrichtsabenden wurde noch zusätzlich theoretisches Wissen vermittelt. Insgesamt zeigte er sich mit der Übungsbeteiligung im Jahr 2026 zufriedener, monierte aber die Anzahl der Bewegungsfahrten durch die Maschinisten.
Im Bereich der Schulungen wurden Kameraden zum Maschinisten ausgebildet und absolvierten den Lehrgang „Jugendfeuerwehrwart“ erfolgreich. Erfreuliches konnte Burghardt vom Nachwuchs berichten, da wieder eine neue Jugendgruppe mit Jungen und Mädchen ab zwölf Jahren gegründet wurde. Er gab auch einen Einblick in die Arbeit mit der Jugendfeuerwehr, welche im zurückliegenden Jahr neun Übungen abhielt, in denen spielerisch die Inhalte der Feuerwehrarbeit vermittelt werden. Auch einen Ausflug unternahm man wieder mit den Jugendlichen, so ging es zur Hauptfeuerwache der Berufsfeuerwehr München.
Beim Tagesordnungspunkt Ehrungen wurde für 40 Jahre aktiven Dienst Eugen Grimm das Feuerwehrzeichen in Gold verliehen, mit dem silbernen Abzeichen für 25 Jahre wurden Sebastian Unker und Wolfgang Zillner ausgezeichnet.
Ein besonderer Moment war die Ernennung von Andreas Reiter senior zum Ehrenmitglied für seine Verdienste um die Feuerwehr Brannenburg. In seiner aktiven Zeit war Andreas Reiter von 1986 bis 1992 stellvertretender Kommandant. Als Ausbilder für Absturzsicherung war er Mitbegründer dieses Lehrgangs im Landkreis und führte diesen schnell bei den Feuerwehren im Gemeindegebiet durch. Neben seinem aktiven Dienst war er aber auch im Vereinsleben sehr aktiv und kümmerte sich mit seinen Schreinerarbeiten um die Gestaltung des Feuerwehrraums, baute Küchenzeile und Schrankwand. Auch beim Feuerwehrhaus ließ er seine Arbeit einfließen, indem er die kompletten Spinde für die Kameraden baute, die Versammlung dankte ihm mit einem gebührenden Applaus.
Als Neuaufnahme konnte Vorsitzender Breunig der Versammlung Georg Unker junior vorstellen, welcher einstimmig in den Verein aufgenommen wurde.
Der Kassier des Vereins hatte erklärt, nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Da dadurch einige Verschiebungen anfielen, wurde gleich der komplette Vorstand neu gewählt. Matthias Breunig trat von seinem Vorsitzendenamt zurück, um als Kassier zu kandidieren. Wie zu erwarten, wurde er zum neuen Kassier gewählt. In der Folge trat Thomas Vogt von seinem Amt als Schriftführer zurück, um als Vorsitzender zu kandidieren. Als neuer Schriftführer wurde Georg Vogt gewählt und im Anschluss Thomas Vogt zum neuen Vorsitzenden.
Kreisbrandinspektor Martin Gruber informierte in seinen Grußworten über den aktuellen Stand bei der digitalen Alarmierung und zeigte sich erleichtert, dass so gut wie fast alle Feuerwehren umgestellt haben. Beeindruckende Zahlen hatte er auch dabei: 4.700 Männer und Frauen nahmen 2025 an über 300 Lehrgängen teil, auch die Mitgliedszahl der Feuerwehrdienstleistenden mit 8.000 im Landkreis ist beachtlich.
Beim Tagespunkt Wünsche und Anträge wurde eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags von zuvor drei auf sechs Euro einstimmig beschlossen.