Nußdorf bereitet sich auf das Gaufest vor

von Redaktion

Großereignis im Juli wirft Schatten voraus – Helferlisten füllen sich schon beim Informationsabend

Nußdorf – Schon beim Informationsabend des Nußdorfer Trachtenvereins wurde deutlich, welche Bedeutung das Gaufest 2026 für den Ort haben wird: Der Saal des Schneiderwirts war bis auf den letzten Platz besetzt. Gekommen waren nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch zahlreiche interessierte Bürger, die wissen wollten, was während der Festwoche auf Nußdorf zukommt – und an welchen Stellen ihre Mithilfe gebraucht wird.

Ermutigendes Zeichen für den Zusammenhalt

Vorsitzender Andreas Maier begrüßte die vielen Gäste sichtlich erfreut. Das große Interesse wertete er sinngemäß als ermutigendes Zeichen für den Zusammenhalt im Dorf und für ein gutes Gelingen des Gaufests. Anschließend erläuterte Peter Oberauer, der für die Organisation des Festes verantwortlich ist, anhand einer anschaulichen Präsentation die Planungen. Nußdorf richtet vom 9. bis 19. Juli das 106. Gaufest des Bayerischen Inngau-Trachtenverbands aus. Zugleich feiert der Trachtenverein Alpenrose Nußdorf sein 130-jähriges Bestehen.

Die Festwoche beginnt am Donnerstag, 9. Juli, um 18 Uhr mit dem Bieranstich und der Musikkapelle Nußdorf. Am Freitag, 10. Juli, folgt um 18.30 Uhr der Gauheimatabend, ab 20 Uhr spielt erneut die Musikkapelle Nußdorf.

Der wichtigste Tag
der Festwoche

Der wichtigste Tag der Festwoche ist der Sonntag, 12. Juli. Dann wird Nußdorf zum Treffpunkt der Trachtenvereine, Musikkapellen und Festgäste. Bereits um 8 Uhr werden die Vereine empfangen. Um 9 Uhr beginnt die Aufstellung zum Kirchenzug, der sich um 9.15 Uhr in Bewegung setzt. Der Weg führt zum Waldpark, wo um 10 Uhr der Festgottesdienst stattfindet. Gegen 11.15 Uhr geht es zurück zum Festzelt. Am Nachmittag folgt der große Festzug. Die Aufstellung ist für 13.45 Uhr vorgesehen, um 14 Uhr startet der Zug.

Für Nußdorf bedeutet dieser Festtag nicht nur eine besondere Feier, sondern auch deutliche Einschränkungen im Verkehr. Anwohner, Besucher und Durchfahrende müssen damit rechnen, dass Straßen zeitweise gesperrt oder nur eingeschränkt erreichbar sind. Die Organisatoren empfehlen deshalb, Fahrten frühzeitig zu planen, mehr Zeit vorzusehen und die ausgewiesenen Parkmöglichkeiten zu nutzen. Für Busse sind eigene Stellflächen vorgesehen. Umleitungen zwischen Brannenburg, Erl und Neubeuern werden eingerichtet.

Nach dem Festsonntag geht das Programm noch eine ganze Woche im Festzelt weiter. Den Abschluss der Festwoche bildet am Sonntag, 19. Juli, das Gaudirndl-drahn mit Trachten- und Handwerkermarkt.

Der Zeltaufbau beginnt schon Ende Juni

Der Informationsabend zeigte zugleich, wie umfangreich die Vorbereitungen für die Festwoche sind. Der Aufbau des Festzelts beginnt bereits am Freitag, 26. Juni, und wird am folgenden Tag fortgesetzt. Danach stehen Ausstattung, Dekoration und die weitere Einrichtung des Festgeländes an. Für den Betrieb des Festes werden viele Helfer benötigt – beim Aufbau, in Küche und Ausschank, beim Kaffee- und Kuchenverkauf, bei der Dekoration, bei der Betreuung der Gäste und später auch beim Abbau. Die Mithilfe ist laut Maier und Oberauer ausdrücklich nicht nur auf Vereinsmitglieder beschränkt.

Besonders groß ist der Bedarf bei Kaffee und Kuchen. Rund 400 Kuchen und zusätzlich mindestens 300 Schmalznudeln werden gebraucht. Kuchen mit Sahne, Quark oder Früchten sind willkommen; auf rohe Eier soll verzichtet werden. Die Kuchenschachteln mit Begleitzetteln werden am Freitag, 26. Juni, um 15 Uhr im Foyer der Turnhalle ausgegeben.

Auch beim Schmuck des Ortes ist die Bevölkerung gefragt. Benötigt werden Grünspenden wie Tanne, Buchs, Eibe oder Zedern. Damit sollen unter anderem Bühne, Festwagen, der Pavillon im Waldpark und die Zugstrecken gestaltet werden. Anwohner können am Samstag, 11. Juli, am Festzelt Daxenbüscherl abholen, um die Wege entlang der Zugstrecke zu schmücken.

Viele Helfer gesucht
– und auch gefunden

Am Ende des Abends stand weniger eine reine Terminbesprechung als vielmehr der Eindruck einer gemeinsamen Dorfaufgabe. Während Peter Oberauer die einzelnen Punkte erläuterte, trugen sich zahlreiche Besucher in die Helferlisten ein.

Das Gaufest wird Nußdorf für mehrere Tage prägen: mit Musik, Tracht, Gästen, Festzeltbetrieb, Verkehrsumleitungen und viel ehrenamtlichem Einsatz. Entscheidend wird sein, dass viele mithelfen. Dann wird das Gaufest nicht nur in Nußdorf stattfinden, sondern auch von Nußdorf getragen werden.

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