Kiefersfelden – „Brot und Rosen“ heißt die neue Ausstellung der österreichischen Künstlerin Gabriele Gruber-Gisler. Die Besucher im Kieferer Industriemuseum „Blaahaus“ erwartet eine Illustration sozialpolitischer Themen wie dem Frauenwiderstand, aber auch Inhalte wie Migration und Selbstreflexion werden von ihr plastisch aufgearbeitet.
Der Ausstellungstitel bezieht sich auf die erste große Frauendemonstration im Jahre 1912 in den USA. „Brot“ steht dabei für ökonomische Sicherheit und „Rosen“ für Lebensqualität und Würde. In ihren außergewöhnlichen Werken reduziert die Künstlerin komplexe soziale Fragen auf ursprüngliche Symbole, um sie für den Betrachter unmittelbar greifbar zu machen.
Gabriele Gruber-Gisler arbeitet mit symbolträchtigen Objekten des täglichen Lebens. So finden sich in der Installation unter anderem auch banale Lederhosen und Knöpfe. Sie ist eine regional tief verwurzelte, aber international bereits mehrfach ausgezeichnete Künstlerin, die in ihren Werken gesellschaftlich relevante Themen wie den Einsatz für Würde und Gerechtigkeit auf überraschend einfache Weise zum Ausdruck bringt. Die Exponate der Kunstschaffenden sind im Industriemuseum Blaahaus noch bis zum 14. Juni zu sehen und zu bewundern. Das Museum ist immer Donnerstag, Sonn- und Feiertag jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
Zur Künstlerin
Gabriele Gruber-Gisler hat regionale Wurzeln. Sie wurde im österreichischen Wels geboren, wuchs in Ried im Traunkreis auf und ist dort bis heute ansässig. Sie ist diplomierte Absolventin der Kunstuniversität Linz. Ursprünglich als Keramikerin ausgebildet, arbeitet sie heute mit verschiedensten Materialien und Medien und erfährt dabei auch internationale Anerkennung. So ist sie unter anderem Preisträgerin des Österreichischen Keramikpreises sowie eines „Special Prize“ der World-Expo in Südkorea. Neben ihrer künstlerischen Arbeit leitet sie das „Almtaler Kinderatelier“ und ihre Biografie weist eine Besonderheit auf: Sie verbrachte mit ihrer Familie 15 Sommer auf einer Schweizer Alp zur Käseproduktion, was ihre Naturverbundenheit besonders unterstreicht. hko