Bad Endorf – Die Umstellung von Öl auf Nahwärme bei der Breitensportanlage in Bad Endorf hat unerfreuliche Folgen, mit denen sich der Marktgemeinderat bei seiner ersten regulären Sitzung in der neuen Wahlperiode befassen musste. Veraltete technische Anlagen führen zu erheblichen Funktionsstörungen und Effizienzproblemen.
In der Turnhalle
ist es viel zu warm
„In der Turnhalle hatte es im Winter viel mehr als 18 Grad, die als guter Wert bei sportlichen Aktivitäten angesehen werden“, erläuterte Bürgermeister Alois Loferer. Zudem stiegen die Energiekosten aufgrund der unangepassten Steuerung.
Dominik Fochler, dem die technische Betreuung des Projekts obliegt, erläuterte die notwendigen Maßnahmen: Im Zentrum steht dabei ein hydraulischer Abgleich, der eine gleichmäßige Energieabgabe gewährleisten soll. Daneben muss in der Breitensportanlage auch die Brauchwasseranlage saniert werden, Maßnahmen zur Legionellenbekämpfung sind erforderlich, die Solaranlage erfordert eine Instandsetzung und die Enthärtungsanlage muss ausgetauscht werden. Die Kosten schätzt Fochler auf 120.000 Euro.
An sich wären noch weitere Modernisierungsmaßnahmen bei Feuerwehr und BRK-Heim wünschenswert. Allerdings sprengten die Gesamtkosten von 285.000 Euro die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde. Deshalb will man sich auf die Sportanlage konzentrieren.
Fochler und Bürgermeister Loferer sahen sich einer Reihe kritischer Rückfragen gegenüber: Waren diese Investitionen nicht schon früher absehbar? Und wären die Maßnahmen bei einer Generalsanierung nicht überflüssig? Loferer erwiderte: „Die alten Heizkessel mussten auf jeden Fall getauscht werden – die jetzt auftretenden Folgen waren unausweichlich.“ Es gelte nun, den Betrieb aufrechtzuerhalten. „Grob geschätzt bleiben zwei Drittel der Investitionen auch bei einer größeren Sanierung erhalten“, schätzte der Bürgermeister. Der Gemeinderat stimmte den Vorschlägen zu, zumal die Kosten zum Teil aus einer Rücklage finanziert werden und erhebliche Einsparungen bei den Energiekosten zu erwarten sind.
Ein erfreulicherer Punkt war die Erschließung der Moorbadstraße, die ein Stück vorankommt. Der Marktgemeinderat beschloss, Straßenlaternen der neuesten Generation zu beschaffen. Diese Leuchten steuern sich selbst, können warmes und kaltes Licht abgeben und tragen nur in geringem Maße zur Lichtverschmutzung bei. Jens-Folkard Schmidt vom Bauamt erläuterte: „Teilweise haben wir diese Laternen schon installiert.“ Er empfahl einen nächtlichen Spaziergang zum Wertstoffhof, dabei könne man sich selbst einen Eindruck von den Lampen verschaffen.
Bürgerdialoge
und weitere Termine
Ob die Einwohner Hirnsbergs einen Ortssprecher wünschen, will Bürgermeister Loferer bei einem Bürgerdialog am Donnerstag, 11. Juni, herausfinden. Im Juni sind weitere Dialogveranstaltungen mit ihm auch in Endorf selbst, Hemhof und Antwort geplant.
Ein weiterer Termin: Am Pfingstsonntag, 23. Mai, findet ein „Demokratie- und Mitmachtag“ statt, den Magdalena Restle als gemeindliche Kulturbeauftragte organisiert hat. Kneippen, Tanzen, Kino und Kulinarik stehen unter anderem auf dem Programm.