Ein Verein sucht einen Vorsitzenden

von Redaktion

„Almenrausch“ Halfing hofft auf Lösung in den nächsten sechs Monaten

Halfing – Der Erste und der Zweite Vorsitzende des Trachtenvereins Almenrausch, Josef Stettner und Marcus Maier, legen ihre Ämter nieder – und es gibt keine Nachfolger. Trotz intensiver Bemühungen konnten diese beiden Positionen am Wahlabend nicht neu besetzt werden. Laut Satzung sind die beiden kommissarisch noch ein halbes Jahr im Amt. Dann ist Schluss.

Erfolglose Suche hätte
schnelle Konsequenzen

So lange bleibt dem Trachtenverein Zeit zur Suche nach Nachfolgern. Tritt der schlimmste Fall ein und es findet sich niemand, ist der Verein handlungsunfähig, da ihm die gesetzlichen Vertreter nach Paragraf 26 BGB fehlen. Verträge jedenfalls – und das beginnt beim Getränkekauf für ein Fest – darf im Namen des Vereins dann rein rechtlich betrachtet niemand schließen.

Schriftführerin Barbara Pichler ließ die Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren, während Kinder- und Jugendleiterin Simone Bartl über die erfolgreiche Nachwuchsarbeit berichtete.

In den Grußworten lobte Bürgermeister Stefan Schlaipfer das Engagement des Vereins und übernahm anschließend die Wahlleitung für die anstehende Neuwahl.

Kandidaten für die beiden Vorsitzendenposten fanden sich trotz intensiver Bemühungen auch während der Versammlung nicht.

Kontinuität gab es hingegen auf den anderen Posten. Kassierin Johanna Berghammer wurde von den Mitgliedern einstimmig in ihrem Amt bestätigt. Das Amt der Schriftführerin übernahm Barbara Meyer, die die Nachfolge von Barbara Pichler antritt. Auch das Amt der Kinder- und Jugendleiterin wurde von Cäcilia Süss neu besetzt.

Verantwortliche finden
– oder Verein auflösen

Die Verantwortlichen hoffen nun inständig, in den nächsten sechs Monaten eine geeignete Person für den Ersten und Zweiten Vorsitz zu finden, um den Verein wieder voll handlungsfähig in die Zukunft zu führen.

Sollte sich im nächsten halben Jahr keine Führungskraft finden, bleibt nur eines: Der 1909 gegründete Trachtenverein Almenrausch müsste – angesichts laut Homepage fünf nicht besetzter Aufgaben im erweiterten Vorstand – zumindest über die Auflösung nach 117 Jahren nachdenken.

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