Stephanskirchen – Einen krönenden Abschluss ihrer sechstägigen Festwoche anlässlich ihres 65-jährigen Bestehens fand die Jungbauernschaft Stephanskirchen mit dem traditionellen Festsonntag.
Bereits am frühen Sonntagmorgen war das Festzelt mit 1.800 Gästen bis auf den letzten Platz besetzt. Die Musikkapelle Stephanskirchen sorgte zu dieser Zeit bereits für Stimmung. Vor dem Festzelt wurden die Fahnen der befreundeten Vereine ausgestellt. Mit etwas Verspätung formierte sich der Kirchenzug, immerhin waren 45 Vereine zu Besuch. Mit über 2.000 Teilnehmern machte sich der Kirchenzug an der Schule vorbei auf den Weg zum Bauhofgelände.
Pfarrer Fabian Orsetti zelebrierte die Festmesse und dankte der Jungbauernschaft, dass sie Stephanskirchen in den vergangenen 65 Jahren mitgestaltet hat. Besonders erwähnenswert fand er in seiner Predigt die Geschichte mit der Gülle, welche über dem Cabrio ausgeschüttet wurde.
„Wer soviel Humor hat und damit unzählige Menschen im Internet erreicht, der ist mit Begeisterung dabei. Darauf können wir miteinander stolz sein. Tradition muss lebendig sein und gehört nicht ins Museum. Wir geben nicht die Asche weiter, sondern das Feuer“.
Pastoralreferentin Monika Eichinger zeigte farbige Wunschbänder, welche Fabian Orsetti dem Festverein überreichte, und an deren Fahne heftete. Bei der Wandlung zeigten die Böllerschützen ihr Können und mit der Bayernhymne endete der Feldgottesdienst. Die Lage fanden die Gottesdienstbesucher ideal, da die Bäume ausreichend Schatten spendeten, immer hin waren es bereits 28 Grad. Im Festzug fuhren nun auch der Bürgermeister Karl Mair und Pfarrer Orsetti in der Kutsche mit.
Der Theaterverein Stephanskirchen war ebenfalls mit einer Kutsche vertreten und die Kirche St. Stephanus wurde auf einem Wagen mitgeführt. Der Festzug führte um die Kirche bis zum Bahnübergang und kehrte dann Richtung Festzelt um, sodass es zum Gegenzug kam. Im Festzelt gab es die üblichen Ehrengaben und natürlich das gemeinsame Mittagessen. Das Motto gemeinsam zu feiern wurde also voll erreicht.
Am Pfingstmontag fanden dann über 200 Oldtimer den Weg nach Stephanskirchen. Zahlreiche historische Bulldogs wie ein Kögl aus dem Jahr 1949 mit 15 PS oder ein Lanz mit damals 35 PS Fendt und die roten Porsche aus Großkarolinenfeld waren zu bestaunen.
Ein alter Claas Mähdrescher zog die Besucher an. Für Zweiradfreunde gab es ein Kreidler Florett, zahlreiche BMW-Maschinen, teils mit Beiwagen. Auch Autos aller Baujahre waren zu besichtigen, Golf I als Cabriolet, ein Stingray, Chevrolet, VW-Käfer, Mercedes W 123, Roadster sowie zahlreiche BMW E 30. Peter Schlecker