Bad Endorf startet erfolgreich ins Tourismusjahr

von Redaktion

Gastgeberversammlung – Über 30 Millionen Euro fließen in touristische Infrastruktur

Bad Endorf – Positive Nachrichten bestimmten die Gastgeber- und Hauptversammlung des Verkehrs- und Verschönerungsvereins im Kultursaal am Park. Bürgermeister Alois Loferer, Vertreter des Tourismusvereins sowie zahlreiche Gastgeber und touristische Leistungsträger blickten auf eine erfreuliche Entwicklung des Kurorts.

Mehr Hotelbetten,
mehr Wirtschaften

Besonders hervorzuheben sind die Investitionen von über 30 Millionen Euro in die touristische Infrastruktur. Gleichzeitig konnte die Zahl der Hotelbetten um rund 100 erweitert werden. Auch das gastronomische Angebot wächst weiter: Statt bisher 16 gibt es inzwischen 18 kulinarische Angebote im Ort. Zudem wurde die Anzahl der Veranstaltungen auf über 700 pro Jahr gesteigert.

Lieselotte Linde vom Verkehrs- und Verschönerungsverein berichtete über aktuelle Projekte des Vereins. Dazu zählen ein neues Vereinslogo, Planungen für einen Brunnen, eine neue Homepage sowie verstärkte Öffentlichkeitsarbeit. Der Verein verstehe sich weiterhin als wichtige Antriebsfeder und als Sprachrohr für die Interessen der Tourismuswirtschaft.

Kassenwartin Sieglinde Strohmayer bestätigte die stabile finanzielle Lage des Vereins. Einen wichtigen Beitrag dazu leiste unter anderem das Aktienpaket bei der Gesundheitswelt Chiemgau AG.

Bürgermeister Loferer informierte über den Fortschritt bei der Renovierung des Hauses des Gastes. „Mit einem barrierefreien Zugang und barrierefreien WC, einem Trinkwasserbrunnen, dem Anbau mit Foyer und Veranstaltungsgarten wird im Ort ein neues Schmuckstück mit historischer Fassade entstehen“, so Loferer. „Dank der Städtebauförderung der Regierung von Oberbayern in Höhe von rund 80 Prozent sowie zusätzlicher Leader-Fördermittel kann der Eigenanteil der Marktgemeinde gering gehalten werden.“

Kurdirektor Peter Helfmeyer stellte die Marketing- und Veranstaltungsaktivitäten für die kommende Saison vor. „Neben Fernseh- und Rundfunkwerbung sowie Printanzeigen gewinnt die Online-Vermarktung zunehmend an Bedeutung“, erklärte Helfmeyer. Besonders effektiv seien weiterhin die Wetterpanoramabilder des Bayerischen Rundfunks, die jährlich von mehr als 500.000 Zuschauern gesehen würden. Auch die Zusammenarbeit mit der Firma Feratel wurde bis 2030 verlängert.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Mobilität. Die Gästekarte gilt bereits seit Jahren als kostenloses Ticket für Busse und Regionalzüge. Seit Januar wird sie auch in acht MVV-Zonen anerkannt. Beliebte Ziele sind laut Kurdirektor unter anderem Kufstein, Wasserburg und Aschau-Sachrang.

„Auch das On-Demand-Anrufsammeltaxi ‚Rosi‘ entwickelt sich erfolgreich. In Bad Endorf wurden inzwischen 110 ,Rosi‘-Haltestellen eingerichtet. Rund 80 Prozent der Fahrten werden mittlerweile über die ,Rosi‘- App gebucht“, berichtete Helfmeyer.

Im Jubiläumsjahr stehen zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm. „Gefeiert wurde bereits 100 Jahre Musikkapelle Bad Endorf“, führte Helfmeyer weiter aus. „Die nächsten größeren Veranstaltungen sind 50 Jahre Simssee Klinik sowie 30 Jahre Immling Festival. Ergänzt wird das Angebot durch Sundowner-Musikabende, Kurkonzerte, Kräuterführungen, Kneipp-Kurse, Jodelabende sowie Natur- und Waldwanderungen.“

Optimistisch stimmt den Kurdirektor die Entwicklung der Übernachtungszahlen. „Nach den ersten fünf Monaten rechnet der Kurort damit, bis Jahresende wieder die Marke von 300.000 Übernachtungen zu erreichen – ähnlich wie im Rekordjahr 2019.“

Wichtige Impulse liefere dabei auch das Thermenhotel Ströbinger Hof. Durch den Neubau des Parkflügels entstanden 42 neue Juniorsuiten und zwei Suiten mit Blick auf den Kurparksee. Gäste profitieren zudem von der direkten Anbindung an die Chiemgau Thermen sowie inkludierten Leistungen wie Thermen-, Sauna- und Fitnessnutzung.

Versorgung mit
Thermalwasser sichern

Von großer Bedeutung für die Zukunft des staatlich anerkannten Heilbads ist außerdem die laufende Sanierung der Thermalwasser-Bohrung II. Damit soll die Versorgung mit Thermalwasser langfristig gesichert werden.

Ein weiterer wichtiger Baustein für den Gesundheitstourismus bleibt die medizinische Versorgung. Mit der orthopädischen Praxis von Dr. med. Christoph Robert Schopf vom Ortho Zentrum Rosenheim ist die Betreuung durch einen Kur- und Badearzt auch in den kommenden Jahren gesichert.

Die Ergebnisse einer aktuellen Gästebefragung bestätigen schließlich den positiven Kurs des Kurorts: Bad Endorf sieht sich mit seinem nachhaltigen Gesundheitstourismus auch langfristig gut aufgestellt.

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